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  Sport * SCF-Herren, Saison 2008/09

SC Freiburg, Herren, Saison 2007/2008 (Foto: Marc Faltin)


24.05.2009: Nie mehr zweite Liga
03.05.2009: Vier aus zwölf = (Liga) eins
19.04.2009: Elfengesang am Rande einer Partie Elfer Raus
06.04.2009: Pech, Mann! / Wo ist Günes?
23.03.2009: So ist der Aufstieg nicht sicher!
08.03.2009: Abgekocht wie die Schneemänner
20.02.2009: Einer setzt sich oben fest
06.02.2009: Endlich mal Spektakel
27.01.2009: Freiburg ist viel schöner als Berlin...
07.12.2008: ä bissle mehr Spektakel wär scho schön
23.11.2008: Keiner zufrieden, aber doch ein Punkt
10.11.2008: Spielsichere Breisgauer durchbrechen die Kette
29.10.2008: Viel Regen, viel Einsatz, aber keine Punkte
03.10.2008: Gesittet gewonnen: Dutts Konter-Paranoia zahlt sich aus
24.09.2008: "Ich konnte es nicht genau sehen, da ich zu weit weg war..."
21.09.2008: Viel zu spät zum Spiel aber kein Tor verpasst
02.09.2008: Ein Schiri sieht Rot
05.08.2008: SC Freiburg auf Formsuche
17.08.2008: Zwei Löwen-Tore reichen den Füchsen zum Sieg


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24.05.2009, badenova-Stadion, Freiburg:
Nie mehr zweite Liga - ein
Sommernachtstagtraum

SC Freiburg vs. 1. FC Kaiserslautern 4:3 (1:1)

Freiburg ist in der ersten Liga - Hallejula. Der langersehnte Aufstieg ist da und die Runde um Dutt ist im deutschen Fußballhimmel angelangt. Oder zumindest an der Pforte zum Oberhaus. Wer will es nicht, endlich aus der Zweitklassigkeit heraus, nicht nur im Sport, und wieder ganz oben mitspielen. Das Breisgau ist nun dabei in der ersten Liga. Damit setzt die Region ein deutliches Zeichen auf Aufstieg. Entgegen der allgemein dunklen Anzeichen. Jede Nachricht dieser Art wird dankbar in der positiv gestimmten Rheinregion aufgenommen, und nicht zuletzt auch fachfremd wie bei der Kunstausstellung Art in Basel. Vielleicht zündet der Funkten gar bundesweit, wenn nicht gar weltweit, oder kam das woanders her. Ja mir könne's.

Die Schale muss her...Kurzer Rückblick... wir befinden uns jetzt im Stadion, ein Tag im Mai, beim letzten Heimspiel des SC Freiburg:
Eigentlich in einem Freundschaftsspiel, aber doch hoffentlich nicht ein lahmes Spiel ist zu erwarten wenn es am letzten Spieltag um nichts mehr geht. Es empfängt der SC Freiburg den 1.FC Kaiserlautern. Ein Freundschaftsspiel, da der SC sicher auf dem ersten Platz aufgestiegen ist und die Mannschaft vom Betzenberg sich doch im sicheren Mittelfeld der zweiten Liga befindet. So kann ohne Leistungsdruck für beide Mannschaften locker aufgespielt werden.

...doch zuerst eine letzte Zeitligazigarette...Dennoch ergibt sich eine immer munter werdende Partie, die einerseits sehr unterhaltsam ist und damit für ein Stadion voll guter Stimmung sorgt. Ist ja auch schon eine Meisterfeier in Aussicht, auch die Schalenübergabe ist fest eingeplant. So etwas gibt es nicht in jedem Spiel. Doch auch schade irgendwie, oder vermissen wir etwa die Herzschlagaufstiege in letzter Sekunde gar nicht mehr? Wollen wir jetzt etwa konsequente Souveränität und Sicherheit? Wir wissen es noch nicht, aber mit diesem ansonsten ja so ungewöhnlichen Gefühl lässt sich ein Heimspiel auf einmal ganz entspannt betrachten.

Im Vergleich zu sonst eine deutliche Steigerung, ganz entkrampft. War doch gegen Greuther Fürth - wir erinnern uns mit Wehmut - nicht ein Tor drin und letzthin sogar eine Auswärtsniederlage gegen RW Oberhausen.

Im Endeffekt und Ausklang auf jeden Fall ein schweißtreibendes Spiel in allen Belangen. Für die Spieler die alles gaben und in voller frühsommerlicher Hitze viele Ballkilometer abspulten. Denn auch für den mit dem Fahrrad gekommenen Kommentator galt es erst einmal überschüssige Hitze im Stadion abzubauen. Dann als das Theater vorbei ist wird der Traum war und wir befinden uns mitten im Sommer und zu Beginn einer neuen Saison. Nach dem Spiel ist vor dem Spiel.

...und das ist sie: die Meisterschale in den Händen des Kapitäns Heiko Butscher.
...und das ist sie: die Meisterschale in den Händen des Kapitäns Heiko Butscher.

Wir freuen uns auf die erste Liga. Wenn auch mit Wehmut schon lange die letzte Zweitliga-Zigarette geraucht ist. Wir harren der neuen Dinge die da kommen werden. Und sei es nur ein Besuch im Oberhaus, aber einer der Zeichen setzen wird.
Pretender #1

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03.05.2009, badenova-Stadion, Freiburg
Vier aus zwölf = (Liga) eins
SC Freiburg vs. FSV Frankfurt 4:1 (2:0)

Robin Dutt gab in der Pressekonferenz nach dem Spiel den Mathematiklehrer und rechnete den Pressevertretern vor, wie viele Punkte zum sicheren Aufstieg fehlen, sofern die Mitstreiter aus Mainz, Nürnberg und Fürth, bei ihren Begegnungen als Sieger den Platz verlassen. Nun ist es eine ausserordentlich bequeme Situation in die sich die Mannschaft die letzten Wochen gespielt hat, wenn man aus eigener Kraft den Aufstieg klar machen kann. Aber geschieht alles aus eigener Kraft?
Ein Spielbeobachter gab nach dem Spiel eine eindeutige Erklärung, dass die Mannen von Robin Dutt die Spiele ohne seine Hilfe nicht gewinnen können. „Ich muss während des Spieles Weizenbier trinken, dann verlieren sie nicht! Oder im Falle eines Rückstandes (auf St.Pauli) muss ein „Glücks-Ouzo“ her. Nach ausgiebiger Aufzählung einiger Beispiele in dieser Saison und einigen Gegenbeispielen der Gesprächsrunde sprach er auch noch von „prophylaktischem Weizenbier“?! Möchte der gute Mann einfach nur die Legitimation zum saufen, oder hat er tatsächlich verkannte Fähigkeiten?! Unterstreichend dazu noch die Meinung eines anderen Beobachters der aus gesicherten Kreisen weiss, dass die Mannschaft auf solchen Hokus Pokus gerne verzichtet.
Die Szene zum 3:0: Julian Schuster flankt mustergültig auf Glockner...Aberglaube und magisches Denken sind ein weit verbreitetes Phänomen in unserer Gesellschaft. Am Fussball lässt sich dies besonders gut beobachten. Manche Spieler tragen beispielsweise Glückspfennige in ihren Stutzen versteckt, um den Ausgang des Spiels positiv zu beeinflussen. Andere greifen auf noch viel skurrilere Mittel zurück, um sich auf diese weise zu stärken. „Böse Flüche können mir nichts anhaben, weil ich meine Unterwäsche auf links trage“. Diese äusserung des rumänischen Fussballers Adrian Mutu ist ein zugegebenermassen extremes Beispiel, wie viel Einfluss magisches Denken im Fussball haben kann. Tatsächlich aber hat ein grosser Teil der Spieler und Trainer bestimmte Vorlieben und Rituale um auf diese Weise, dass Glück ihrer Mannschaft zu erzwingen. Bestimmten Rückennummern werden magische Kräfte beigemessen, Trainer tragen zu of...Andreas Glockner bringt den Ball von der Grenze des Fünfmeterraumes den ball auf Jäger...fiziellen Spielen ihrer Mannschaft mitunter stets die gleiche Krawatte oder das gleiche Sakko, in der Hoffnung, sich so das Schicksal gewogen zu machen. Da kommt einem das Weizenbier bzw. Ouzo-Ritual einer einzigen Person aus den Fanmassen geradezu „normal“ vor. Welche Frage noch beantwortet werden sollte ist: was ist die Erklärung der Abergläubischen, wenn das Ritual mal nicht zieht…? Sei es drum, gestern hat das Weizenbier-Orakel in Person von Thommy Bechmann wieder zugeschlagen.

... und Jonathan Jäger nickt ein. 3:0 - die Messe war gelesen.
... und Jonathan Jäger nickt ein. 3:0 - die Messe war gelesen.

Fast-Aufsteiger Freiburg behauptete mit dem vierten Sieg in Serie die souveräne Tabellenführung. Tommy Bechmann (13./24.) per Doppelpack, Jonathan Jäger (78.) und Daniel Schwaab (86./Foulelfmeter) trafen für die seit fünf Partien ungeschlagenen Breisgauer. Bencik verkürzte zwischenzeitlich auf 1:3 (80.). Der FSV Frankfurt präsentierte sich im Badenerland als eher harmlos und wahrscheinlich hätte es gestern auch ohne Gerstensaft drei Punkte gegeben! So sind nun aber alle zufrieden und man soll ja auch nicht mit Traditionen brechen.
sw

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19.04.2009, badenova-Stadion, Freiburg:
Elfengesang am Rande einer Partie Elfer Raus
SC Freiburg vs. FC Ingolstadt 3:2 (2:0)

Viel Weises wurde schon geschrieben über die denkwürdige Begegnung des Tabellenersten mit der nunmehr elffach siegfreien Elf aus Oberbayern. Viel Weises wurde auch gesprochen nach dem Spiel, was freilich viele Schreiberlinge zu eigenen Höhenflügen ermunterte. Was waren doch die beiden Trainer bemüht, die Qualitäten des jeweiligen Gegners zu loben. Und verschiedene SC-Spieler taten es ihnen vornehm gleich. Dann diese huldvolle Zurückhaltung, mit der die beiden Trainer den gegnerischen Lorbeerregen sogleich abwehrten um flötengleich zu kontern. All das war wirklich weise.
Robin DuttDoch wir wollen über die gesprächskulturellen Höchstleistungen hinweg nicht das Spiel aus den Augen verlieren, wenngleich dies durchaus im Medientrend läge: Irritierend stark konzentriert sich das journalistische Interesse in den letzten Wochen auf jede verbale Regung von Fußballlehrer Robin Dutt. Als liefen die eigentlich wichtigen Szenen nicht nur abseits des Spielfelds, sondern dem Kick auch zeitlich nachgeordnet ab.
Nun also endlich zum Spiel: Eine gedehnte halbe Stunde lang sah die Partie nicht danach aus, als würde man sich hernach über Vereinsgrenzen hinweg die Eier schaukeln. Allzu ungleich waren die Teams, allzu beeindruckend war die Erbarmungslosigkeit, mit der die Freiburger Fußballer auf sämtlichen Schwächen ihrer Gäste schamlos herumhackten. Wäre das so weiter gegangen, so wäre, wie häufig beim Boxen oder - seltener - beim Hahnenkampf, der Abbruch aus Mitleid notwendig geworden. Das Fazit: 2:0 zur Halbzeitpause.
Doch bekanntlich kam alles doch noch anders, es kam alles wieder ins Lot. Wie du mir, so ich dir, so schien das Motto der Ingolstädter nach der Pause zu lauten und binnen Kurzem war der 2:2-Gleichstand erreicht. Wie konnte das sein? Doping am helllichten Tag? Ein Technik-Crashkurs in der Kabine?
Nein, nichts dergleichen, die Bayern spielten weiterhin verbittert und draufgängerisch im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Tolle Kämpfer, doch daran lag es nicht. Nein, es lag vielmehr sehr deutlich an den Gastgebern, die in einer Art kollektiver Benommenheit aus der Pause aufs Spielfeld zurückkehrten. So gipfelte eine Serie alptraumartiger Fauxpas-Szenen im unsäglichen Rückpass Banovics an Pouplin, der einen beliebigen Zweibeiner zum Torschuss genötigt hätte, in diesem Fall jedoch durch Herrn Wohlfahrt aus Ingolstadt zum 2:2-Ausgleich genutzt wurde.
FrühlingssonneDie Ursache der Freiburger Benommenheit ist noch immer nicht genau geklärt, möglicherweise waren atmosphärische Störungen oder Ufos im Spiel. Da später ausgerechnet Banovic seinem Verein den 3:2-Endstand bescherte, wurde der vorübergehende Ausfall geistiger und sonstiger Kräfte von den meisten der 16.800 Zuschauer bald vergessen, erfahrungsgemäß ist dies eine völlig normale Reaktion auf eine Intervention höherer Mächte. Einzig Dutt versprach, sich dem Gedenken dieser unseligen Phase auch weiterhin noch zu widmen. Denn der Trainer witterte darin wertvolles fußballpädagogisches Kapital. Für uns andere schickt es sich dagegen besser, im allgemeinen Vergessen zu schwelgen und die Frühlingssonne zu genießen.
Patrick Widmann

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06.04.2009, badenova-Stadion Freiburg:
Pech, Mann!
SC Freiburg vs. Rot-Weiss Ahlen 1:1 (0:0)

"Wir brauchen kein Glück!" platzte es trotzig aus SC-Coatch Dutt auf die entsprechende Vorlage seines journalistischen Peinigers heraus. Es kostete Robin Dutt ganz offensichtlich keine Mühe, dabei eine recht grimmige Mine zur Schau zu stellen. Und sollte der Augenschein getrogen haben, so hat er seine Sache gut gemacht. Nach dem Spiel.

Im Spiel indes zeigte sein Team über weite Strecken eine gute Figur: Durch erfreuliche Ballsicherheit und sauberes Passspiel entlockten sie dem artigen, stets die Südtribüne zierenden Teil des 15.500-köpfigen Publikums etliche muntere Klatscher. Zuversicht zeichnete anhaltend die Gesichter, sieht man einmal vom Gästeblock ab, bei dem sich diese erst später einstellen sollte.

Arbeiten an ihren Stärken und kehren die Schwächen unter den Teppich? Der SC (links) beim Einlauf zum Spiel gegen RW Ahlen.
Arbeiten an ihren Stärken und kehren die Schwächen unter den Teppich? Der SC (links) beim Einlauf zum Spiel gegen RW Ahlen.

Auch der Vorbericht auf der SC-Site verbreitete Hoffnungsfrohes indem er titelte, der SC arbeite nun an seinen Stärken weiter. Hier jedoch musste jeder Beobachter, der in Sachen Didaktik auch nur eine halbe Lektion verinnerlicht hat, einen Kardinalfehler erkennen, der denn schließlich auch das Spiel stempelte. Was bedeutet das hätscheln eigener Stärken anderes als seine Schwächen unter den Teppich zu kehren?

Gewiss: Es war ja nur die branchenübliche Propaganda des Clubs. Und doch, viele Spielaktionen vermittelten den Eindruck einer Selbstgefälligkeit, die weder dem gastierenden Rot-Weiß Ahlen noch den eigenen Schwächen angemessen war.
Die letztlich belohnten Westfahlen aus Ahlen mussten - und konnten auch sehr wohl - einiges an technischer Unterlegenheit durch ein kraftaufwändiges geballtes Auftreten wettmachen. Und so gereichte dem Gastverein ein Quäntchen Glück gepaart mit einem Moment der Fahrlässigkeit des Gastgebers zum Ausgleich in der 71. Minute. Während der Sportclub in Punktehinsicht ziemlich zahnlos blieb - trotz all seiner Stärken, die am fraglichen Abend eher im ästhetischen Bereich lagen. Viele schöne Chancen blieben fruchtlos. Erst eine knappe Minutendekade vor dem Ahlener Anschlusstreffer wurde das 1:0 hineingeworkst (63.) - Pavel Krmas war der Glückliche, der sich acht Minuten sonnen durfte.

Die Handvoll Ahlener Teenies, die zur moralischen Unterstützung ihrer Heroen ein Stückchen ihrer Osterferien geopfert hatten, müssen so etwas schon geahnt haben. Unermüdlich arbeiteten sie mit sakral anmutender Besessenheit am Erfolg ihrer Mannschaft - und sie hatten Glück.

Nun wollen wir beileibe nicht so tun als hätte der SC Freiburg verloren. Aber ein kleines bisschen zu jammern - gutgelaunt wohlgemerkt -, das steht den Freiburger Fußballfreunden doch allemal zu. Und damit: Viel Glück, SC & friends!
Patrick Widmann


Eine eher prosarische Sicht der Dinge liefert Pretender #1 und fragt:

Wo ist Günes?
Ein müder Beginn mit leicht anderer Besetzung als gewohnt. So beginnt das Spiel vom SC gegen Rot-Weiß Ahlen. Dieses Mal ist Günes und Krmas in der Startelf. Das Spiel beginnt wie im Heimspiel schon benannt wird - gelassen. Sollte so wirklich ein Spiel von einem Erstligistenanwärter angegangen werden?

Nach einer Viertelstunde lässt sich konstatieren: Der SC hat deutlich mehr Spielanteile und kontrolliert das Spiel über weite Strecken, ganz der Favoritenrolle gerecht. Ahlen ist wohl sichtlich beeindruckt von der Kulisse an der Dreisam und dem Tabellenplatz des Gastgebers. Bis auf eine geschenkte Ecke und mal einem abgenommenem Rückpass ist nicht für die Gäste zu holen. Für den SC ist es aber schon fast ein Pflichtsieg der jetzt auf dem Programm zu stehen hat. Vor allem wenn man den Stimmen Glauben schenken will die von Aufstiegspartyfreibier reden.

Doch der Tabellenzwölfte mauert mit mindestens sieben Spielern in der Abwehr und greift selten mal zur Entlastung an. Dies macht dann auch gute Freistöße und eigentlich 100% Chancen für den SC einfach mal zur Nichte, ja da ist sie wieder die schlechte Chancenverwertung des SC.

Alles stürmt - keiner trifft. Trotzdem schöner Freistoß in Minute 23.
Alles stürmt - keiner trifft. Trotzdem schöner Freistoß in Minute 23.

Die zweite Halbzeit beginnt mit dem langsamsten Pass von Welt, da muss es etwas schneller auf dem Platz hergehen wenn noch ein Tor fallen will. Es steht nach der Pause ja immer noch 0:0. Jäger kommt für Günes beim SC, welcher ja vielleicht sein letztes Heimspiel für einige Zeit damit gemacht hat [wieder andere munkeln gar, dass es das Abschiedsspiel des Donaueschinger Türken gewesen sei, the säzzeress].

Kurz darauf ist ein wirklich gefährlicher Freistoss vom SC parat, aber dieser streichelt nur das Außennetz und nicht den Torinnenraum. Ahlen hat sich aufs Blocken verlegt. Die möchten einen Punkt mit nach Hause nehmen, mehr nicht. Dies ist auch mit vollem Körpereinsatz zu machen. Hageln doch schon fast förmlich die gelben Karten für die Gästespieler.
Idrissou arbeitet für den SC hat aber keine Einfälle und versagt im Strafraum des Gegners. Aber andere Spieler sind hellwach und Krmas lässt dem Gästetorwart nach Vorgabe von Abdessadki keine Chance.

Dann kommt der Wahnsinn, und aus dem Nichts köpft Busch von Ahlen bei einer Ecke zum direkten Ausgleich ins SC Tor.

Damit bleibt es trotz vieler Sturmbemühungen vom SC beim Unentschieden. Die Gäste freuen sich wie Sieger, der Gastgeber eher nicht.
Pretender #1

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23. März 2009, Badenova-Stadion Freiburg:
So ist der Aufstieg nicht sicher!
SC Freiburg vs. 1. FC Nürnberg 0:1 (0:0)

So voll wie nie das Breisgauer Stadion, die Nordtribüne ist nach offiziellen Angaben ausverkauft. Eine Stadt an der Dreisam hungert wohl auf den Aufstieg in die erste Liga. Ist doch ist der übliche Rhythmus des Auf- und Abstiegs vom SC Freiburg in letzter Zeit unterbrochen worden. Ein Aufstieg steht schon lange aus. Und nun kommt der FC Nürnberg als willkommener Gast.
Selbst die gestrige Nachtbekanntschaft in Form eines zugereisten Fußballfans mit medizinischem Hintergrund und Lautern-Fan sieht Freiburg schon in der ersten Liga. Also ist die Außendarstellung von Freiburg anscheinend schon eine sichere Sache. Vielleicht erfolgte die Einschätzung des Bekannten aber auch zum reinen Eigennutz. Denn nach den Rechenspielen kann sich Lautern in der Tabelle von Nürnberg absetzen, aber nur bei einem Sieg des SC Freiburg. Denn noch sind die Aufstiegsplätze in der zweiten Liga alle zu vergeben.

Das Spiel wird eröffnet und in der 12' gibt es Freistoß für Nürnberg mit anschließender Ecke, welche kurz ausgeführt wird. Den Schuss aufs Tor faustet aber Pouplin sicher aus dem Strafraum. Der Nürnberger Fanblock ist deutlich zu hören und trägt zur dichten Atmosphäre im Stadion bei. Auch wenn der Anspruch der Breisgauer Fans recht hoch erscheint und jede kleinste Chance der SCler hoch gehandelt wird. Das Spiel wogt hin und her und die Spieler beider Mannschaften bearbeiten sich in sportlicher Manier. Trotz genauer Ankunft zum Spielanpfiff verpasste der Kommentator doch einige wichtige Spielminuten zwischen 10' und 20'. Aufgrund einer wichtigen Mission für die Redaktion musste der Presseraum aufgesucht werden. In erfolgreicher Manier wurden zwei Heimspielausgaben - die Stadionzeitung - gesichert. Natürlich in der Hoffnung damit die Anerkennung zu erheischen. [die hiermit gewährt sei, the säzzeress]

Kein Schuss geht rein.
Kein Schuss geht rein.

In der 25' muss Pouplin wieder zur Faustabwehr greifen. Der Freiburger Torwart scheint mehr in Bedrängnis zu sein als der Nürnberger. Doch gab es auch schon einen Konter im eigenen Stadion mit drei Freiburgern gegen zwei Nürnberger. Aber bis zum Tor gefährlich vorzudringen reichte es nicht. Bislang eine muntere Partie von beiden Seiten. Aber es lässt sich auch eine gewisse Unsicherheit im gesamten Spiel erkennen. Diese gipfelt fast in einem Eigentor von Heiko Butscher in der 28' bei einer gefährlichen Rückgabe, welche aber im Toraus landet. Doch Freiburg erspielt sich immer wieder gute Chancen. Doch Verwertendes ist nicht dabei. Immer noch sichtbar nervös agieren die Spieler und verwehren sich dadurch den Drang zum Tor.

In der 38' erfolgt dann die größte Chance für Nürnberg in der ersten Halbzeit. Nach einer guten Einzelleistung über zwanzig Meter von Eigler gibt er an Daniel Cygax ab. Dieser vergibt aber aus einem machbaren Winkel alleine vor dem Tor kurz vor dem Strafraum. Das Spiel vergeht wie im Fluge, sichtlich unterhaltsam wenn auch wenig qualitativ. Durch die spielerische Leistung beider Mannschaften, aber auch wegen der vielen kleinen Patzer auf beiden Seiten. Aber wenn Pouplin nicht bei Freiburg wäre und dann seine dritte gute Faustabwehr in der ersten Halbzeit geleistet hätte, würde Nürnberg durch einen Angriff von Boakye in der 44' mit 1:0 in die Halbzeitpause gehen. Dies entstand dank einer guten Vorlage von Freiburg für Nürnberg, so endet aber die erste Halbzeit mit Null zu Null unentschieden.

Scheinbar geht die zweite Halbzeit dort weiter wo die erste Hälfte der Partie endete: Im munteren Hin und Her. Allerdings vergehen auch hier die ersten zehn Minuten ohne eine Torchance oder gar einer gefährlichen Szene im Strafraum. Mit zunehmender Spieldauer in der zweiten Halbzeit baut nun Freiburg mehr Druck auf. Das Spiel verlagert sich zunehmend in die Hälfte der Gäste. Vereinzelte Angriffe zum Breisgauer Tor werden nur als leichte Ballaufnahme für Pouplin gegeben.

Dann gibt es endlich mal einen Aufreger in der 60' Minute, als Idrissou umringt von Nürnbergern Verteidigern bei der bislang besten Chance für Freiburg im Strafraum zu Fall kommt. Aber dieser fiel wohl eher aufgrund der engen Situation als durch Fremdeinwirkung. Vielleicht ergibt die dritte Zeitlupeneinstellung in der späteren Redaktionssitzung einen anderen Eindruck. Aber im Spielverlauf scheint der Schiedsrichter in der fairen Partie alles richtig zu machen. Kurz darauf schießt Freiburg nun auch mal ins Außennetz. Und Butscher flankt kurz darauf und alle verpassen. Alles Chancen doch nichts drin. Das macht den 19.000 Zuschauern aber noch keine grübelnden Gedanken, könnte doch so ein Unentschieden entstehen. Mal sehen wann die Zuschauer nervös werden und sich ein Tor deutlich herbei rufen. Und siehe da: Scheinbar gibt es dann in der 64' Minute erste Anzeichen für Unruhe. Erste Nicklichkeiten kommen ins Spiel und ein Nürnberger Spieler muss sich deshalb ausruhen und wird an der Seitelinie behandelt.

Das Spiel wird jetzt etwas fahriger und Nürnberg kommt wieder zurück. Es gibt auch mal einen Querpass von den Gästen in den Strafraum. Die Partie wird rauer und kurz darauf gibt es auch die erste Gelbe Karte für Javier Pinola. Der deshalb ausgeführte Freistoß wird auch der bislang gefährlichste Angriff für Freiburg. Dieser knallt ordentlich an die Latte und prallt weit ins Feld zurück. Bei einem der wenigen Angriffe von Nürnberg fängt sich ömer Toprak dann eine unnötige gelbe Karte ein. Eine klar vereitelte Angriffchance von Nürnberg bewertet der Schiedsrichter also richtig. Wie insgesamt in einer guten Leistung.

In der 75' Minute geht dann der Spielverlangsamerer Ivica Banovic heraus und David Targamaze kommt herein. Schon geht was über die rechte Seite. Jetzt dreht Freiburg weiter auf und die Fans fordern laut: "Einer muss noch rein". Wird es passieren oder nicht bleibt noch eine Frage. Zur 79' setzt dann auch etwas Schneeregen ein, wie um eine hitzig werdende Partie etwas abzukühlen. Dies hilft aber auch nichts und Rodionov holt sich für Freiburg eine gelbe Karte bei einem entflammten Angriff. Dafür wechselt jetzt auch mal Nürnberg und Koakye geht raus und Vidosic geht rein. Dieser geht auch mit einem Konter knallhart zu Sache und macht gleich ein eiskaltes Tor für Nürnberg. Nun da geht er hin der Traum vom Sieg und die Partie endet 1:0 für Nürnberg.
Pretender #1

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08. März 2009, 14:00, Badenova-Stadion
Abgekocht wie die Schneemänner
SC Freiburg - Alemania Aachen 2:1 (1:0)

Schon viele Spiele in Folge strebt der SC Freiburg von Spielgewinn zu Spielgewinn. Eine neue Gewinnserie scheint sich breit zu machen. Die Frage bleibt ob solch eine Serie auch in der neuesten Partie vom SC Freiburg gegen Alemania Aachen weiter beschritten wird.
In der zweiten Minute nach Anpfiff macht Flum einen strammen Schuss, tatsächlich ein starker Beginn für die Freiburger. Sofort macht sich auch gute Stimmung im Stadion breit. Abdessadki macht mit und schießt einen Ball an die Latte. In den ersten Spielminuten bieten sich Chancen auf Chancen. Auch Bechmann reiht sich ein.
Doch wenn es so geht wie immer dann schießen alle mal aufs Tor und Idrissou hinein. Erfreulicherweise ist auch der Gästeblock voll, kaum ein Wunder ist doch Aachen eine traditionelle Ingenieursstadt in der wohl Fußball auch hoch gehandelt wird. Gleich erfolgt auch der erste Angriff von Aachen doch Schwaab klärt noch auf der Linie. In der 11.Minute kommt dann die erste Ecke Freiburgs von Schuster an den langen Posten welche Toprak ins kurze Eck zum Tor köpft. 1:0 für Freiburg. Nach der 2. Ecke für den SC wird Aachen stärker in der Defensive.

Aber das Passspiel beim SC ist jetzt sogar über fünf Stationen ungewohnt sicher. Das ist neu und wohl dem Selbstvertrauen ob dem ersten Tabellenplatz zuzuordnen. Oder hat der SC jetzt neuerdings weitere noch bislang unbekannte Kraftquellen mit aufgenommen?

In der 18. Minute gibt es dann fast eine Schlägerei da ein SC'ler in der Mitte herumliegt und die Gäste, namentlich Benjamin Auer, nicht den Ball ehrenhaft ins Aus spielen. Daher wird Auer im folgenden Spielverlauf bei jedem Ballkontakt mit Pfiffen begleitet. Doch Freiburg greift weiter an, aber Abdessadki ist nicht abgebrüht genug im Strafraum Gefährliches reinzumachen.


Der süßeste Moment im Spiel.
Der süßeste Moment im Spiel.

Der direkte Verfolger Mainz hat währenddessen eins in die Kiste bekommen, sehr zur Freude der Heimmannschaftsanhänger. Im Spielverlauf bekommt nun auch der übungsleiter der Gäste einmal den Ball und prellt kurz damit. Fragt sich der Zuschauer wie lange Seeberger als Trainer von Aachen dieses Spiel noch unverändert ansieht. Wenn seine Mannschaft keine Tormöglichkeiten fabriziert.

Ungewohnte Stärken machen sich dagegen beim SC bemerkbar. Wie gedopt kommt nun auch Druck nach vorne nach einem strategische günstigen Rückpass. Und auch der neu erlernte Hackentrick von Freiburg ist wieder mit von der Partie. Idrissou probiert es mal aus dem Lauf und wird anschließend auch von Abdessadki mit einem Abseitsverdächtigen Pass bedient, der knapp nicht verwertet wird. Dann schafft es Bechmann alleine mit dem Ball vor dem Tor umzufallen. Nachdem er den Torwart umspielt hatte. Doch die Pfiffe der Fans waren berechtigt denn der Torwart hob sein Bein und Bechmann fiel zwangsläufig. (Sagte die Redaktion nach Studium der Fernsehbilder). War nun schon ein Realitätsverlust eingetreten? Auf jeden Fall bekam Bechmann dann im Anschluss Gelb wegen Meckerns. Aber die Gelbe kam schon zu spät um die Glaubwürdigkeit des Schiedsrichters zu gewährleisten. Diese hätte schon zur 18. Minute kommen müssen. Die Redaktion meint, im Grunde hätte man auch gleich Katrin Rafalski pfeifen lassen können. Die Schiedsrichterleistung wäre unverändert gewesen.

Dann gibt es viele Ecken auf beiden Seiten und später auch mal vermehrtes Gestochere im Strafraum. Und Rodionov versucht schneller als der ehemalige SC Verteidiger Olajengbesi zu laufen, verblasst aber nach wenigen Schritten. Aber weitere Tore wollen nicht fallen. Indessen sind in anderen Zweitligaspielen schon fünf Tore gefallen, aber hier scheint die erste Halbzeit mit einem zu Ende zu gehen.

In der zweiten Halbzeit versüßen Snickers, Twix und Mars, welche auch auf der Tribüne angekommen sind die ersten Momente.

Kein ruhender Ball aber Butscher hat trotzdem alle Zeit der Welt für Bechmann zum 2:1 aufzulegen.
Kein ruhender Ball aber Butscher hat trotzdem alle Zeit der Welt für Bechmann zum 2:1 aufzulegen.

Aber anscheinend ist der erhöhte Blutzucker erst einmal nur auf der Tribüne angekommen, wobei doch gleich anschließend eine Schwere einsetzt und nicht die Konzentration auf das Spiel verbessert. Wohl auch deswegen fällt das Tor der Gäste wie aus dem Nichts. 1:1 und der Gästeblock ist zum ersten Mal hörbar. Erklärbar da auch ein neuer Zuschauermaximum von 18800 erreicht ist. Jetzt ist kalte Motivation gefragt.
Denn es wird sich zeigen ob das entscheidende Tor fällt, oder eben nicht. Da wird doch nicht die alte Kritik am Fußball greifen. Fußball ist ja ein Spiel der Emotionen und die sind ja bekanntlich am größten bei Sieg oder Niederlage. Aber heute könnte eine magere Punkteteilung erfolgen. Das würde ja keinem von beiden Freude bereiten. Eher blieb ein schaler Nachgeschmack auf Mehr übrig. Vor allem auf Freiburgs Seite, da die Mannschaft doch streckenweise frisch wie mit Neuschnee abgerieben erschien.
Nun folgt ein ausgewogenes Spiel. Beide Mannschaften haben gleiche Anteile, doch Chancen gibt es keine. Aber ein fast unglaubliches Eckenverhältnis, in Anzahl mittlerweile 13:5 für Freiburg. Zwar eine druckvolle Phase des Spiels, dieses wogt dennoch nur um die Mittelfeldlinie. Ein seichtes Hin- und Herschwingen ist somit zu beobachten. Mittlerweile gleicht Mainz im zeitgleichen Spiel in einem anderen Stadion aus, womit der aktuelle Tabellenabstand zu schrumpfen scheint. Damit wird die Partie etwas hektischer, höchste Zeit sind wir doch schon in den letzten fünf Minuten. Irgendwo her kommt noch einmal eine Extra Portion Energie in Freiburgs Mannschaft und dann flankt Butscher auf Bechmann, dieser köpft zum 2:1 ein und damit auch zum Endstand der Begegnung.
Pretender #1

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20.02.2009, Badenova-Stadion, Freiburg:
Einer setzt sich oben fest
SC Freiburg vs. FC Augsburg 1:0 (0:0)

Für einen grauen Februartag ist die Westseite des Stadions so voll wie seit langem nicht mehr. Doch kurz nach Spielbeginn hüllen leichte Schneeflocken das Stadion in ein winterliches Flair. Wir werden sehen ob die Tore so leicht fallen wie die Flocken. Das winterlich gefüllte Stadion hat einen klaren Grund: Der SC behauptet seine Spitzenposition in der Tabelle schon seit Wochen. Und ist damit seit einigen Spieltagen an erster Stelle. Einem Sieger schaut man gerne auch bei Kälte zu.
Kaum begonnen sitzt der FC Augsburg auch schon unter Druck. Mit einem starken Zug zum Tor werden einige Chancen erspielt. Im Vergleich gibt es von Augsburger Seite nur wenig im Gegentakt. Nur kleine Nadelstiche werden gegen den mächtig wirkenden SC gesetzt. Aber trotz übergewicht und guten Möglichkeiten schafft es der SC nicht in der ersten Halbzeit ein Tor zu erzielen. Die aus dem Spiel entstanden Möglichkeiten können doch in der Retrospektive durchaus als Hochkaräter oder mindestens sehr gute Chance bezeichnet werden. Aber der Fluch der schlechten Chancenverwertung scheint sich einzustellen. Zumindest schön anzusehen und ein druckvolles Spiel wird dem Heimpublikum in der ersten Halbzeit geboten. Und da eine Zwischenmeldung über den Infodienst sogar den Ausgleich der Rostocker gegenüber Mainz zum 1:1 meldet, ist die Tabelle auch noch in Ordnung.

Entusiasmus vor dem Spiel - Blendend ist die Beleuchtung.
Entusiasmus vor dem Spiel - Blendend ist die Beleuchtung.

Die erste Halbzeit in Minuten:

2' Trotz Februar erstrahlt der Rasen wie eh und je in seiner gewohnten grünen Pracht. Ein schöner Kontrast des Platzes im Vergleich zum letzten Spiel in Rostock. Nur dieses Mal eben nicht im Fernsehen

6' Erste Ecke für Freiburg, aber niemand kann die Eingabe von Schuster verwerten.

9' Ein schneller Konter läuft über Bechman. Offensichtlich wurde ein neuer Trick im Training aufgenommen, denn der Ball wird von ihm hinter seinem Standbein zu Idrissou gepasst. Dieser zielt mit seiner ersten Chance aber direkt zum Torwart Neuhaus, welcher sogleich entschärft. Und Idrissou verpasst die zweite Möglichkeit nach einer messerscharfen Flanke von Abdessadki knapp.

13' Jäger wird frei angespielt, kann den Ball ruhig per Brust annehmen und vorlegen. Dann schießt er den Ball am Tor vorbei, und zwar über das lange Eck hinaus.

14' Nach einem Verteidigungsfehler von Augsburg kommt Abdessadki frei zum Schuss. Dieser kommt mit großer Wucht am Torwart vorbei aber nur an die Latte.

15' Ein wunderschöner Freistoß von Schuster, doch dieser wird vom Torwart Neuhaus aufgehalten.

29' Augsburg erkämpft sich jetzt mehr Spielanteile. Wird es sich rächen dass der SC seine Chancen nicht verwertet hat? Jetzt gibt es schon ein ausgeglichenes Eckenverhältnis von 2:2. Aber Augsburg bleibt ungefährlich vor dem Tor.

34' Butscher probiert es mal mit einem direkten Distanzschuss. Er hat gesehen, dass der Torwart weit draußen steht. Aber Neuhaus ist auch flink im Zurücklaufen.

39' Schöne Offensive mit Kunststückchen von Schwaab und Abdessadki, wieder haben sie hinter dem Standbein gepasst und spielen gut im Doppelpass. Dann legt Schuster zurück, doch Jäger köpft über das Tor.


Standard bedeutet 23: Schuster.
Standard bedeutet 23: Schuster.

Erst beginnt die zweite Halbzeit mit demselben Druck wie die erste aufhörte. Aber das stetige Hin und Her auf dem Platz wiegt doch so langsam in den Schlaf. Fehlt doch bislang ein aufreißender Höhepunkt. Manch ein Zuschauer ärgert sich etwas zu laut wenn der Ball Idrissou aus Versehen vor die Füße fällt. Heute scheint nicht der Tag von ihm zu sein. Liefert er doch bislang nur Grottenschlechtes ab. Dann auf einmal war er da als in der Verteidigung dringend ein extra Mann gebraucht wurde. Und er staubte den Ball vor den Augsburgern ab.
Kurz nachher war er auf der anderen Seite des Feldes auf seinem Platz und schob den Ball nach gewohnt guter Vorarbeit von Bechmann ins Tor des Gegners ein. 1:0 für Freiburg.

Scheinbar aus Versehen kommt der Ball zentral bei Schuster an. Dieser legt den Ball im fließenden übergang links für Abdesadki auf. Ein Distanzschuss im scharfen Winkel zum Tor erfolgt sogleich. Der Schlussmann von Augsburg hat alle Hände voll zu tun den Ball noch über die Latte zu drücken.

Das Rest des Spiel war wieder Kindle schaukeln. Das 1:0 festigt die Verhältnisse und manchmal entsteht fast der Eindruck Augsburg würde auf Zeit spielen. Das ist enervierend zuzuschauen. Mit Bechmann holte Dutt auch noch seinen besten Stürmer vom Platz, so dass dem Publikum jede Hoffnung auf weitere Tore verloren gehen. Die Technik der agierenden Spieler lässt etwas nach und das Spiel wird ungenauer. Dies liegt wohl an der fortgeschrittenen Minute und ist auch der Kälte zu schulden.

In einem andern Spiel und Platz hat Mainz inzwischen auch schon drei Bälle ins Netz des Gegners gelegt, von daher platzt erst einmal der Traum vom Davonziehen in der Tabelle... aber ja, drei Punkte Vorsprung verteidigt, und nächste Woche gibt es wieder ein Spiel. Ein erster Platz ist immer gut und dabei bleibt es auch.

The Pretenders

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06.02.2009, Freiburg, badenova-Stadion:
Endlich mal Spektakel
SC Freiburg vs. VfL Osnabrück 4:1 (1:0)

Wie gut riecht der Rasen im badenova-Stadion? Und wie schön ist es, dass man nicht immer wirklich etwas vom Spiel verpasst, auch wenn man mal wieder a bissle zu spät ins Stadion kommt...
Anscheinend hätte Torwart Pouplin den ersten 15 Minuten auch in die Umkleidekabine bleiben können. Das Spiel spielte sich nur auf der Seite von Osnabrück ab, wobei Freiburg sich manchmal eine gute Chance kreierte. So war da das Beispiel von Schusters Freistoß knapp neben das Tor nach einer übertretung an Jäger... Auch war da der Halbfallrückzieher von Bechmann, der knapp am Tor vorbei ging. Wenige Minuten später war es schade das Bechmann den Ball kurz hinter Abdessadki spielte. Auf die ungefährlichen Gegenstöße der Osnabrücker reagierten die Freiburger mit immer schnelleren Kontern. So gab es diesen messerscharfen Konter, wobei Rodionov gefällt wurde, was vom Schiri leider unbemerkt blieb. Wenige Sekunden später war der Schiri aber aufmerksamer, als Jäger gefoult wurde. Schuster (wow, was ist der Gefährlich bei Standards!) schoss dem Ball gerade neben das Tor. Dann aber zeigten die Freiburger dass auch Sie Traumtore schießen können. Tommy Bechmann zauberte den Ball per Fallrückzieher unverschämt ins weite Eck! Nur wenige Sekunden später (41.) testete Jäger mit einem Distanzschuss die Qualität der Latte.
So, dann war es erst mal Zeit für `ne kurze Pause... Da kann man im badenova-Stadion mal mit Ruhe ein Würstchen holen und ein Glühwein trinken. Die erste Minuten der zweiten Halbzeit verpasst man ja so oder so nichts! Umso größer der Schock, als das Publikum schon in der 47.Minute laut jubelt und man selber gerade seine Wurst bezahlt! Neuzugang Rodionov hat sich noch nicht an der Freiburger Gemütlichkeit gewöhnt und köpft den vom Schuster maßgeschnittenen Freistoß hinter Torwart Wessels.
So, und damit war das Spiel dann auch gelaufen. Freiburg schaltete nahtlos über auf den von Dutt so gut geübten Schachfußball. Osnabrück war überhaupt nicht in der Lage irgendwelchen Druck auszuüben.
In der 68. Minute allerdings wecken die Osnabrücker Publikum und Mannschaft durch ein Anschlusstreffer von Manno wieder auf. Die Hoffnung von Osnabrück hielt aber nur eine Minute, bis Schuster die Verhältnisse wieder klar stellte.
Nun ja, wenn man gerade dabei ist, sollte doch auch Dauerleistungsträger Daniel Schwaab sein Törchen mitnehmen. Und das tat er dann auch, als er ein vom Bechmann schlau zurückgelegter Ball kaltblutig einnetzte. Das trotz der Euphorie nicht alles ins Tor gehen muss, bewies Kevin Schlitte eindrucksvoll, als er es schaffte zwei Meter vor dem Tor stehend den Ball vier Meter drüber zu köpfen.
Schade dass man als seriöse Pressevertreter nicht jubeln darf, weil bei so einem Spiel erwärmt sich sogar dass Blut eures eher zynischen Holländischen Pressevertreters.
Alles im allen war es ab der 40. ein Torfestival wie man es gerne öfter sehen würde.
Kaffeedealer & Käsekopf

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27.01.2009, Badenova-Stadion Freiburg:
Freiburg ist viel schöner als Berlin...
SC Freiburg vs. FSV Mainz05 1:3 (0:0)

...skandierten die Freiburger Nordtribüne kurz vor Spielschluss. Für einmal bewiesen die Besucher trotz Niederlage Humor! Was erwartet der Zuschauer außer einem guten Spiel, wenn er sich auf den Weg in die Arena begibt? Wie fühlt sich ein Stadiongänger, wenn er in seinem Element ist? Lebensfroh, neugierig, lautstark, kreativ und stolz ist er, der glückliche Zuschauer. Was einen solchen glücklichen Stadiongänger ausmacht? Er darf hautnah ran ans Geschehen, er kann lautstark seine Mannschaft anfeuern und dabei im Unterbewusstsein angesammelten Alltagsfrust abbauen, er kann sich in den Farben seines Vereins kleiden und diesen repräsentieren. Den besonderen Stolz erreicht er, wenn er mit breiter Brust das Vereinslogo seines Klubs von seinem T-Shirt erstrahlen lässt. Ein Zuschauer freut sich auf Spiele seiner Mannschaft, weil er im Stadion seinen Freunden in der Fankurve oder auf der Tribüne wieder begegnet. Es gibt jedoch leider - gerade in letzter Zeit - auch Gründe, welche die Freude eines Stadiongängers auf den nächsten Stadionbesuch trüben. Nicht der einzige, aber wohl der hauptsächliche Grund, warum die Freude eines Zuschauers oft getrübt wird ist die Niederlage. Nun sind ja auch nicht alle Fußballfans gleich Fußballfans und die Erwartungen an einen Stadionbesuch durchaus unterschiedlich.
Fanatisch-parteiliche Zuschauer:
Der fanatisch-parteiliche Zuschauer zeigt eine totale Identifikation mit seinem Verein, was sich oft auch durch eine Mitgliedschaft in einem Fanclub ausdrückt. Er demonstriert seine Fixiertheit gegenüber dem Verein durch Tragen der Vereinsfarben in Form von Trikots, Schals und anderem. Die absolute Treue zu seinem Verein, auch in sportlich schlechten Situationen ist für ihn selbstverständlich. Er beurteilt das Spielgeschehen parteiisch und versucht, den Gegner gezielt zu diskriminieren. Der Sieg der eigenen Mannschaft wird herbeigesehnt, wie auch immer es dazu kommt. Für ihn gibt es nur den einen Grund der getrübten Freude und das ist die Niederlage. Dieser Zuschauer blendet die natürlichen Bedürfnisse (Hunger, Durst, Wärme) eines Menschen für die Dauer eines Spiels völlig aus.

Mainz geht 0:1 in Führung. (Bungert, 47.)
Mainz geht 0:1 in Führung. (Bungert, 47.)

Distanziert - passive Zuschauer:
Der distanziert - passive Zuschauer besitzt keine oder nur eine geringfügig ausgeprägte Vereinszugehörigkeit. Er zeigt in seinem Verhalten wenig Identifikationsbereitschaft mit dem jeweiligen Verein und fällt durch eine beherrschte und betont neutrale (oder keine) Reaktion auf das Spielgeschehen auf, was wahrscheinlich an der Ahnungslosigkeit über die besagte Sportart liegt. Er geht ins Stadion in Erwartung eines wohl gewärmten und mit üppigem Büffet bestückten VIP Raumes.
Engagiert-kontrollierte Zuschauer:
Die Gruppe der engagiert-kontrollierten Zuschauer kennzeichnet sich durch eine deutliche Vereinspräferenz und Identifikation mit ihrem Verein. Sie zeigen eine kritische Solidarität mit den Spielern und drücken ihre Vereinszugehörigkeit eher verbal aus. Sie erwarten ein gutes Spiel ihrer Mannschaft, welches bestenfalls mit einem Sieg für das eigene Team endet. Das ist der normale Stadionbesucher, der seine Eintrittskarte kauft, sich mit seiner Mannschaft freut oder auch trauert, wenn sie verloren haben. Dieser Zuschauer hat aber im Gegensatz zu der fanatisch-parteilichen Gruppierung seine Bedürfnisse nach Hunger, Durst und Wärme nicht ausgeblendet.
Gerade bei diesen Temperaturen wünscht sich der engagiert-kontrollierte Besucher etwas wärmendes in den Bauch. Wie unser Fussballkaiser vor rund 40 Jahren in einer Werbung für Suppen schon bemerkte: "etwas warmes braucht der Mensch". Nun ist es umso verwunderlicher, dass bei Minustemperaturen lauwarmer Glühwein ausgeschenkt wird, der außer Sodbrennen keine aufheizende Wirkung hinterlässt. Bei vollem Stadion wäre der Punsch wohl eisgekühlt serviert worden.

Auf Wiedersehen in der nächsten Saison...
Auf Wiedersehen in der nächsten Saison...

Weil Curry bekanntermassen scharf ist und damit auch eine wärmende Wirkung besitzt, fällt uns hier doch spontan mal wieder die schon öfters vernommene Frage (Klage?) ein, warum auf den Verpflegungsständen der Haupttribüne eigentlich keine Currywürste verkauft werden? Diskriminierung? Zudem sagt man noch dem Kurkuma (indisches Gewürz, das den Curry gelb macht) die Wirkung nach, gegen Alzheimer zu helfen bzw. vorzubeugen. Aber auch ohne Currywurst mit besagter Kurkuma, kann das Spiel und die damit verbundene Niederlage nicht ganz vergessen werden.
Spitzenreiter FSV Mainz 05 hat das Duell der Zweitliga-Topteams beim Tabellendritten SC Freiburg für sich entschieden und ist erstmals seit 2006 wieder ins Viertelfinale des DFB-Pokals eingezogen. Die Rheinhessen setzten sich 3:1 bei den Breisgauern durch und untermauerten mit diesem Ergebnis zugleich ihre Ambitionen im Kampf um die Rückkehr in die Bundesliga. Niko Bungert (47.), Aristide Bance (65.) und Elkin Soto (80.) trafen für den FSV, Pavel Krmas war zwischenzeitlich für den SC erfolgreich (71.).
Vor 13.000 Zuschauern dominierten die Freiburger in der Anfangsphase die Partie. Während die Hausherren auf die Führung drängten, bestimmten zahlreiche Fehler und Missverständnisse das Spiel der Mainzer. Allerdings konnten sich die Platzherren trotz der überlegenheiten zunächst keine klaren Chancen herausarbeiten. Erst nach rund einer halben Stunde spiegelte sich die Dominanz der Gastgeber auch im Chancenverhältnis wieder. Kapitän Heiko Butscher scheiterte zunächst mit einem Schuss an FSV-Torwart Dimo Wache (32.), kurz darauf wurde ein Kopfball des SC-Spielführers vom Mainzer Florian Heller auf der Torlinie geklärt (34.). Erst in den letzten Minuten vor der Pause konnten sich die Mainzer aus der Umklammerung der Freiburger befreien. Kurz nach Wiederbeginn gingen die Mainzer durch ein Kopfballtor von Innenverteidiger Bungert überraschend in Führung. Kurz darauf baute Bance die FSV-Führung aus, bevor Krmas die Partie mit dem dritten Kopfballtreffer der Partie wieder spannend machte. Elkin Soto machte für Mainz dann alles klar.
sw

SC Freiburg: Langer - Schlitte (69. Rodionow), Barth, Krmas, Butscher - Flum (84. Banovic), Uzoma (54. Schuster) - Bechmann, Abdessadki, Idrissou - Jäger
FSV Mainz 05: Wache - Hoogland, Bungert, Noveski, van der Heyden - Pekovic (88. Neustädter) - Heller, Karhan, Feulner, Soto (85. Gunkel) - Bancé (90.+1 Borja)
Schiedsrichter: Sippel (München)
Zuschauer: 13.000
Tore: 0:1 Bungert (47.), 0:2 Bancé (65.), 1:2 Krmas (71.), 1:3 Soto (80.)
Gelbe Karten: Schuster, Abdessadki / Soto, van der Heyden


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07.12.2008, Badenova-Stadion Freiburg:
ä bissle mehr Spektakel wär scho schön
SC Freiburg vs. RW Oberhausen 2:1 (0:1)

Nach langer Zeit der gezwungenen Stadionabstinenz, beim letzten live erlebten Spiel handelte es sich um das Spektakel gegen Hoffenheim zu Beginn der letzten Saison, war beim Beobachter das Interesse besonders darauf gerichtet, ob sich denn mittlerweile grundlegend anderes auf dem Platz beobachten läßt. Waren damals gegen Hoffenheim, bis auf Jäger, die Offensivprotagonisten noch allesamt „Finke-Schützlinge“,allen voran ein wie berauscht spielender Sanou, ohne dessen spätere Verletzung der Aufstieg bereits in diesem Jahr vollbracht hätte werden können, so hat sich seitdem das Gesicht der Mannschaft doch grundlegend geändert. Mit Daniel Schwaab ist nur noch ein Spieler aus vergangenen Zeiten auf dem Platze vertreten. Das Gesicht der Mannschaft hat sich also binnen relativ kurzer Zeit grundlegend gewandelt und wie man im Rückblick auf das Spiel sagen kann, auch die Spielweise.
Der Beginn wurde zunächst verschlafen, der Gegner betrieb läuferisch größeren Aufwand und war gedanklich weitaus frischer. Die Raumaufteilung stimmte nicht und so landete der Ball immer wieder schnell beim Gegner. Es verwunderte eigentlich nicht, dass nach 11. Minuten der Ball im eigenen Netz lag. Die Gästeführung war verdient.
Was dann in den nächsten mehr als zwanzig Minuten folgte, war für den Zuschauer nur schwerlich zu ertragen und wurde folglich auch mit nicht wenigen Pfiffen bedacht. Man merkte der Mannschaft zwar den Willen, nun Dominanz auszuüben, an, doch der Ballvortrag verlief derartig unpräzise, überhastet und auch technisch unzureichend, dass man sich als seltener Zaungast doch verwundert die Augen reiben konnte, was aus dem ehemals gepflegten Kurzpassspiel geworden war. Gegen Ende der ersten Häflte wurde das Spiel dann endlich genauer, damit zwingender und eine der wenigen spielerisch gelungenen Aktionen hätte dann beinahe auch den Ausgleich gebracht, aber der schön freigespielte Daniel Schwaab scheiterte beim Versuch den Ball über den bereits am Boden liegenden Gästetorwart zu heben. Was zu diesem Zeitpunkt besonders auffiel, war, daß ein Spielertyp nicht mehr so präsent ist im Freiburger Spiel: Der technisch gewandte, schnelle, Eins-zu-eins-Situationen suchende Außenstürmer. Der sehr unglücklich agierende Schlitte wurde einige Male in Situationen angespielt, die ein Sanou, Matmour oder Pitroipa sicherlich anders gelöst hätten. Ein deratiger Spielertyp würde dem SC-Spiel weiterhin gut tun und die zweifellos hinzugewonnene Abschlußstärke besser zur Geltung bringen.
Wie in der zweiten Halbzeit das Spiel dann erfreulicherweise noch gedreht wurde, war wohl Ausdruck des neuen SC. Es gab zwar nun einige wenige spielerische Glanzpunkte, die allesamt unbelohnt blieben. So scheiterte der eingewechselte Türker nach schöner schneller Ballstaffette aussichtsreich am nicht schlechten Gästetorwart, die Tore fielen aber anderes: Zunächst nach weiter Flanke durch Schwaab von rechts in den Strafraum, wo gleich zwei SC-Spieler Präsenz zeigten und Schuster unbedrängt einköpfen konnte und zwanzig Minuten später nach einem Freistoß aus dem Halbfeld, war es der für sein Alter bereits erfreulich unaufgeregt spielende Innenverteidiger ömer Toprak, der im Nachsetzen den Ball aus kurzer Distanz in die Maschen drosch. Dem Gegner fehlten bis zum Ende die spielerischen Mittel, konsequenten Druck auf das SC-Tor auszuüben und so blieb es bei dem knappen aber verdienten Heimsieg. Der SC hatte sich nach behäbigem Start in das Spiel hineingearbeitet und durch seine Präsenz nicht durch spielerischen Glanz den Sieg erzwungen. Wie man so hörte nicht das erste Mal in dieser Saison.
Spielerische Feuerwerke, bisweilen ohne den verdienten Ertrag, wird man wohl in naher Zukunft nicht mehr erleben dürfen, dafür hat ein Fußball Einzug erhalten, der wenig Chancen zuläßt, auf seine eigenen geduldig wartet, die in Form von ruhenden Bällen oft auch kommen und mittlerweile nicht selten auch zu Toren führen. Der momentane Erfolg spricht für sich, etwa mehr Spektakel würde man sich aber dann doch wünschen.
Ansgar Alberich

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23.11.2008: Badenova-Stadion Freiburg:
Keiner zufrieden, aber doch ein Punkt
SC Freiburg vs. TuS Koblenz 1:1 (0:0)

Die Möglichkeit eines Sieges für Freiburg im Spiel gegen die TuS Koblenz besteht durchaus. Die Quote spricht für einen Heimsieg, aber im Fußball muss ja auch immer das Runde in das Eckige.
Ohne Fernsehübertragung in öffentlich zugänglichen Fernsehsendern scheint das Spiel doch weniger Interesse hervorzurufen als das letzte Heimspiel vom SC. Aber der Bundestrainer ist auch im Stadion und alleine dass wiegt schon einiges auf. Wenn auch der Trainer erst kurz nach dem Badenerlied erscheint. Schnell darauf erfolgt der Anpfiff.

Schöne Aufstellung.
Schöne Aufstellung.

Das Spiel fängt mit einer starken Phase von Koblenz an und wider Erwarten kann die Mannschaft aus dem Tabellenkeller locker beim Abtasten mit dem Favorit mithalten. Erste Fehler in der Abwehr, auch von Schwaab, lassen auf einen gemischten Mannschaftszustand in Freiburg deuten. Ein weiterer Fehler vom Torwart lässt das Publikum schnell wach werden. Nach sieben Minuten kommt der SC dann aber zu seinem ersten Freistoß. Doch die Handschrift von Rapolder lässt sich deutlich bei Koblenz erkennen, im Gegensatz zu den Breisgauern bewegen sich die Koblenzer zügig und wie eine pulsierende Wolke über den Platz. Da sind immer alle in Bewegung. Die Disziplin zahlt sich für die Gäste in der Anfangsphase auch mit vielen Ecken aus. Wenngleich auch es nicht wirklich Torchancen auf beiden Seiten gibt. Nennenswert bleibt in der Anfangsphase einzig Kerzenschüsse im Versuch das Stadiondach zu erreichen und die bemerkenswert klare Luft im Stadion an der Dreisam.
In der 22. Minute gibt es dann auch die erste Ecke für Freiburg, welche kurz und tief ausgeführt wird. Aber die Torwarte beider Mannschaften scheinen bei diesem Spiel den Superkleber auf ihren Handschuhen angebracht zu haben. Denn in der ganzen ersten Halbzeit geht der Ball immer auf die Hände des Torwarts, und nie an ihnen vorbei.
Dieses Spiel kann bei Freiburg auch kein Eke Uzoma Akzente setzen denn die Koblenzer fangen ihn immer wieder gut ab. Auch mit Fouls, die erste gelbe Karte gibt es dann auch folgerichtig für die 13, Marko Lomic von Koblenz. So richtig will in manchen Teilen des Spiels scheinbar aber auch keiner an den Ball und Konsequenzen folgen lassen. Bei Freiburg ist Jäger angeschlagen und es hilft auch nichts wenn von der Tribüne sein Einsatz vehement gefordert wird. Einzig die Zwischenergebnisse aus den Stadien der anderen Mannschaften lassen Freude beim Publikum aufkommen. Auch wenn sich der SC mittlerweile ein leichtes optisches übergewicht erspielt hat. Nun will auch der Schiedsrichter einen aufkommenden Spielfluss nicht mehr unterbrechen und lässt manche Nicklichkeiten schon fast nach englischer Manier einfach weiterlaufen. Beinahe schon normale internationale Härte in der zweiten Liga? Doch am Ende kommt der Ball doch immer wieder in die Hand des Torwarts, wenn auch abwechselnd von beiden Mannschaften.
Bei solch einer Partie bleibt nur übrig Tipps mit der Nachbarin abzugeben. Es wird einerseits ein Heimsieg erwünscht mit 2:1 und andererseits ein nüchternes Unentschieden mit 1:1 getippt. Wenigstens gibt es kurz Halbzeitpause, da bleibt etwas Zeit sich mit Glühwein zu versorgen und sich aufzuwärmen. Das Spiel bleibt erst einmal kalt.

Welcher ist der Torwart?
Welcher ist der Torwart?

Offensichtlich waren die Trainer beider Mannschaften auch nicht zufrieden. Die Freiburger stürmen mehr und die Koblenzer bekommen die gelben Karten. Dennoch ist das Spiel weiterhin ausgeglichen mit mehr Anteilen für den SC und dann kommt Richter für Koblenz völlig frei zum Kopfball. Diese Chance aus dem Nichts lässt er sich nicht nehmen und bringt Koblenz mit 1:0 in Führung.
So ist es eben: Wer das Tor vorne nicht macht, bekommt es hinten rein. [fünf Mark ins Phrasenschwein, the säzzeress]
Dann beginnt das Spiel ganz langsam schneller zu werden. Man könnte fast meinen die Spieler hätten sich nicht aufgewärmt und kamen anfangs mit den niedrigen Temperaturen nicht zurecht. Freiburg fängt nun an zu stürmen und biegt das ehemals schlechte Eckenverhältnis zu seinen Gunsten um. Nach über 75 Minuten gibt es nun endlich flüssige Kombinationen vom SC aber keine zwingenden Situationen. Von Freiburg spielt Butscher Yacine an, der passt zu Schwaab, dieser leitet an Flum weiter und nochmals weiter an Uzoma. Das ist jetzt besser anzusehen. Was fehlt ist aber, wie immer, der Abschluss. Das scheint sich Bechmann im Endeffekt auch zu denken, denn mit einem steilen Schuss bringt er dem SC dann doch noch den Ausgleich in der 90. Minute. Als er anschließend zu den Fans klettert, sieht er dafür folgerichtig gelb-rot. Die letzten Minuten des Spiels gehen ansonsten auch noch ereignislos vorbei und in der anschließenden Pressekonferenz ist keiner der Trainer zufrieden. Beide lamentieren über den vergebenen Sieg. Auch in Ordnung, die Luft war wenigstens gut und der Tipp richtig.
Pretender#1

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10.11.2008, Badenova-Stadion Freiburg:
Spielsichere Breisgauer durchbrechen die Kette
SC Freiburg vs. FC St. Pauli 0:0 (2:0)

Mit dem Badener Lied ins Stadion ziehen, das ist wohl die Erfüllung jedes Breisgauer Fußball-Fans. Jährt sich doch damit die persönliche Berichterstattung beim SC Freiburg, bzw. die oftmalige, schon fast dauerhafte Anwesenheit bei Heimspielen. Auch diese begann mit einem Heimspiel von Freiburg gegen den FC St. Pauli. Eine klare laue Novembernacht offenbart einen wunderbar gepflegten Rasen, welcher im hellen aber nicht grellen Stadionlicht seine ganze Pracht offenbart.

Es tritt der FC St. Pauli mit drei gewonnenen Spielen in Folge gegen den SC Freiburg an, welcher in den letzten sechs Spielen vier verlor. Die Erwartung war groß und präsent nun doch wieder diese beginnende Negativserie zu durchbrechen und dem Heimpublikum ansprechenden Rasenzauber zu liefern.
Doch zuerst fackeln die Hanseaten ein kurzes Sturmfeuerwerk auf das Freiburger Tor ab. Es läuft zwar nicht viel zusammen, aber in den ersten fünf Minuten geht viel Bewegung von Pauli aus. Das ist schön; eine dynamische Partie scheint zu entstehen. Denn nun folgt auch der SC und bringt nach fünf Minuten den ersten eigenen Schuss Richtung Tor unter. UPS-Paket gesucht - wer hat es gesehen?Auch wird klar, dass heute die Nummer 22 vom SC, namentlich Eke Uzoma, einen guten Tag hat. Immer wieder fällt er mit guten Aktionen im Mittelfeld und Spielaufbau über die gesamte Partie auf.
Somit wogt in den ersten zehn Minuten ein munteres Hin und Her. Nett anzusehen, aber torgefährliche Szenen ergeben sich damit nicht. Obwohl der SC Freiburg sich mehr Anteile von der Partie erspielt.

Doch irgendetwas stimmt nicht im Stadion, was ist es bloß?
Es ist ruhig!
Keine Fangesänge, keine laute Trommel. Nur zurückhaltendes Gemurmel und Beifall bei guten Szenen. Man könnte schon meinen hier wäre der Rhodia-Cup und es wird Tennis gespielt. Ach ja, da war doch was. Eine Protestbewegung der Stille gegen den Anpfiff um 20:15, das sei ja Diktat vom Fernsehen. Warum? Da frage ich mich wann die Mehrheit Zeit hat ins Stadion zu gehen oder den Fernseher anzuschalten: Um 17:30 oder um kurz nach acht, zur besten deutschen Spielfilmzeit. Eine lächerliche Debatte. Nun gut nehmen wir es hin wie es ist, ein Spiel in Ruhe und zu einer Zeit in der normal arbeitende Menschen, gegessen und zufrieden Fußball schauen können. Dazu in einer gedämpften Lounge-Atmosphäre. Ist doch prima. Da frage ich mich ob dieser Protest jetzt vielleicht jedes Mal stattfindet.
Aber pünktlich nach zwanzig Minuten fängt die Trommel wieder an durchzuschlagen und Gesänge erfüllen das Stadion. Die selbst auferlegte Stille ist vorüber. Trägt dann im Endeffekt doch irgendwie zur guten Stimmung bei. Eine Welle ist für jeden da.

Dafür gibt es dann auch ersten echten Torchancen und alle für den SC. Ein Schuss von Idrissou und eine Direktabnahme in der zwanzigsten Minute lassen auf die Führung der Breisgauer hoffen. Diese setzen sich auch prompt in der Gästehälfte fest. In der 23. Minute wird dann auch noch Mathias Hein, der Gästekeeper umgemäht und damit rollt der Ball zum ersten Mal hinter die Torlinie. Dieser vermeintliche Treffer zählt natürlich nicht, bringt aber die Freiburger Welle zum leichten Erlahmen.
Prompt zieht Rouwen Hennings mit starkem Zug zum Tor in den Freiburger Strafraum. Aber die Innenverteidiger lassen nichts anbrennen und laufen ihm sauber den Ball ab.
Danach gibt es mehrere Torschüsse von beiden Mannschaften. Doch alle erfolglos, ein schöner Schuss ins Außennetz vom SC, die erste Ecke für Pauli, und damit ein Eckenverhältnis von 4:1 nach einer halben Stunde, für St. Pauli verfehlt Timo Schultz und auch Yacine Abdessadki verfehlt in einer schönen Direktabnahme für Freiburg.
Damit ist die erste Halbzeit für 15.800 Zuschauer vorbei, amüsant anzuschauen, aber ereignislos da der SC Freiburg zwar mehr Spielanteile hat, die Mannschaften sich aber über weite Strecken neutralisieren.

Dynamik im Strafraum: gleich ein Tor.
Dynamik im Strafraum: gleich ein Tor.

In der zweiten Halbzeit wird die schnelle Gangart zur allgemeinen Freude beibehalten. Wenn auch jetzt es etwas ruppiger zur Sache geht. Schon nach kurzer Zeit wird klar, dass die Partie in der zweiten Spielzeit nicht ohne Verwarnung enden wird. Ganz im Gegensatz zur ersten Halbzeit. Diese hatte der Schiedsrichter stets im Griff auch wenn hart aber fair gespielt wurde. Nun wird es hektischer. Doch wenn Aktionen zusammen laufen, dann nur welche für den SC Freiburg. Jetzt wird auch gerne über fünf, sechs oder gar sieben Stationen flüssig und ohne Fehler gespielt. Nur - wer hätte es gedacht - der Abschluss fehlt. Dann muss eben eine Standardsituation herhalten: Nach einer Ecke von Schwaab, verlängert diese Idrissou mit dem Kopf und Türker verwandelt gegen die Laufrichtung vom Torwart und somit unhaltbar zum 1:0.
Kaum drei Minuten später wird wieder mit einem Freistoß die Szene wiederholt. Mit verteilter Besetzung. Diesmal flankt Türker und Schlitte köpft direkt zum 2:0 ein. Das ging wohl zu schnell für die Hanseaten, waren bei diesen doch auch gerade erst zwei neue Spieler eingewechselt. Da schien die Abstimmung noch nicht zu funktionieren.

Eigentlich sollten die Hanseaten jetzt aufmachen und damit auch gefährliche Konter zulassen. Aber nur noch eine Mannschaft spielt jetzt richtig und es folgt das Eckenverhältnis von 8:5 für Freiburg. Den einen oder anderen Drehschuss oder taktische Auswechslung seitens der Breisgauer gibt es noch zu sehen, aber keine weiteren torgefährlichen Szenen.
Damit gewinnt der SC Freiburg verdient 2:0 gegen FC St. Pauli und durchbricht eine Kette bevor sie richtig anfängt. Stark kämpfende Hanseaten müssen ohne Punkte abziehen.
Pretender #1

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29.10.2008, Badenova-Stadion, Freiburg:
Viel Regen, viel Einsatz, aber keine Punkte
SC Freiburg vs. FSV Mainz 05 0:1 (0:1)

Im Spitzenspiel in Freiburg traf Mainz nach zuvor zwei torlosen Spielen wieder ins Schwarze und fügte den Freiburgern im fünften Spiel vor heimischer Kulisse die erste Heimniederlage zu.
Da durch diverse Unzulänglichkeiten es nicht möglich war, das Spiel von Anfang an zu verfolgen, kam die Botschaft des Gegentores in der Sardinenbüchsengefüllten Strassenbahn über ein Telefon eines anwesenden Mainzer Fans. Diese Fangruppe suchte für ihre Verspätung eine Ursache und machte dafür die Freiburger Verkehrsführung verantwortlich und lies kein gutes Haar an selbiger. Dabei würde eine halbe Stunde früheres Abreisen aus der Heimat diesem übel doch auch entgegenwirken.
Viel Regen...Die Schuld für ständiges zu spät kommen in schulischen, arbeitstechnischen, privaten und allen anderen Verhältnissen liegt natürlich bei jedem selbst. Jede andere Behauptung wäre völliger Blödsinn und eine absolute Verklärung eigentlichen Denkens. Der Grund für die Verspätung ist man ebenso selbst, aber entgegen zahlreicher Vermutung liegt dies nicht an einer nicht vorhandenen Organisation, Faulheit, irgendwelcher Ignoranz oder stillem Protest gegen deutsche Pünktlichkeit. Stattdessen liegt es einfach an der falschen Planung.
Bei genauerem Nachdenken über das übel, kommen einem dann doch noch einige Gründe in den Sinn:
1. Plausible einmalige Gründe: Schicksalhafte Ereignisse, Krankheit, Unfall, Stau, etc.
2. Desinteresse: Es gibt etwas Wichtigeres: Das Interesse ist zu gering.
3. Machtdemonstration: Wer zu spät kommt demonstriert, dass er / sie es sich leisten kann und unterstreicht damit seine Besonderheit und Wichtigkeit. Bewusste oder unbewusste Machtdemonstration und Provokation (wer bestimmt hier über die Zeit?).
4. Provozieren erhöhter Aufmerksamkeit: Wer später kommt hat alle Augen auf sich und fällt auf. Die Betroffenen selbst erleben dies auf der bewussten Ebene zwar oftmals als peinlich. Das Bedürfnis nach erhöhter Aufmerksamkeit ist in der Regel unbewusst und wird deshalb real nicht wahrgenommen. Die Betroffenen sind also subjektiv ehrlich, wenn sie dieses Motiv abstreiten, in der Tiefe ist es trotzdem die Hauptmotivation und der primäre Gewinn aus diesem Verhalten.
Es gibt sicher noch einige Gründe mehr, aber ob sie auch so stimmen sei dem Urteil der Betroffenen überlassen. Unser zu spät kommen lag auf alle Fälle an der falschen Planung!

...viel Einsatz...
...viel Einsatz...

Nach überstandener "Strassenbahn-Kuschelei" mit regennassen Leidensgenossen, sah man im zweiten Teil der ersten Halbzeit eine zwar spielbestimmende, aber doch zerfahrene, glück- und ziellose Breisgauer Elf. Das Statistiken oftmals alles andere als die Realität wiedergeben zeigte dieses Spiel. Die Freiburger hatten 67% Ballbesitz schossen aber nur drei Mal auf das Gehäuse von Dimo Wache. Die Mainzer hingegen mit deutlich weniger Spielanteilen brachten es auf vier Versuche, wobei Aristide Bancè in der 12. Minute per Kopf das Leder im dafür vorhergesehenen Ziel unterbrachte. Dieser Bancè hatte vier Minuten nach dem Seitenwechsel die Chance per Flugkopfball zu erhöhen, er verfehlte aber knapp. Im weiteren Spielverlauf erarbeiteten sich die Mannen von Robin Dutt einige sehr gute Chancen gegen tief stehende Mainzer. Die Verwertung dieser Möglichkeiten lies zu wünschen übrig und als der Ball den Weg ins Tor fand, wie in der 61. Minute dann ging ein Handspiel von Idrissou voraus und wurde folgerichtig von Schiedsrichter Kinhöfer als nicht regelkonform gewertet. Die Gäste hatten noch zwei Konterchancen die Pouplin in "högschter" Not und mit Weltklasse Reflexen vereitelt hat.
...aber keine Punkte.In der nachfolgenden Pressekonferenz brachte es der Mainzer Trainer Jörn Andersen auf den Punkt, dass seine Mannschaft das Glück hatte früh in Führung zu gehen, gut verteidigt hat und die Freiburger zwar besser waren und das Tor nicht getroffen haben. Beim Statement von Robin Dutt kam ein wenig Stirnrunzeln auf, da er seiner Mannschaft eine gute Leistung bescheinigt hat und sie alles versucht hätten. Im anschliessenden Satz monierte er aber die schwache Chancenauswertung besonders in der Schlussphase des Spiels. Ja was jetzt? Die grundlegende Motivation des Spieles ist doch das "Runde" ins das "Eckige" des Gegners zu befördern. Da kann man keine gute Leistung gezeigt haben, höchstens sich redlich bemüht.
sw

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03.10.2008:
Gesittet gewonnen: Dutts Konter-Paranoia zahlt sich aus
SC Freiburg vs. MSV Duisburg 2:0 (1:0)

Außergewöhnlich früh angereist waren die Duisburger Zebras zum Kräftemessen im Breisgau. Und ebenso zeitig reisten sie gleich nach dem Spiel wieder ab. Bleibt zu hoffen, dass die Zebras wenigstens in den Tagen vor dem Duell eine gute Zeit hatten, denn das Spiel brachte nicht viel Spaß fürs Duisburger Team.
Dabei verlief die erste Viertelstunde noch wirklich ausgeglichen. Das gegenseitige Herantasten der beiden Kontrahenten in der Anfangsphase ließ noch nicht klar erkennen, ob es sich um ein A-, B- oder C-Jugendspiel handelte, geschweige denn, welches Team schlussendlich lachen würde. Ohne dass in der restlichen Halbzeit der SC bezüglich der ersten Frage eindeutigere Konturen angenommen hätte, beantwortete sich doch bereits die zweite Frage zu seinen Gunsten: Er würde lachen dürfen am Ende des "Nudeli-Sunndigs", wie unsere Schweizer Nachbarn - der supermarktplündernden Feiertagsflüchtlinge wegen - den 3. Oktober zu nennen pflegen. Denn die restliche halbe Stunde war im Grunde nur in der Nordhälfte des Stadions und damit am Duisburger Tor etwas los. Nichts Spektakuläres, aber doch insgesamt genug, dass sich schließlich doch noch ein Ball Abdessadkis in den Kasten des dauerbedrängten Keepers Herzog hineinverirrte (35.).
Die deutliche Dominanz des SC während der ersten Halbzeit beruhte letztlich auf einer Taktik, die, da nicht vorhanden, den Gegnern verborgen bleiben musste. In der Defensive ergab sich regelmäßig ein ziemlich ein geordnetes Bild. Doch beim Angriff kann es sich das SC Team dank wohlkonditionierter, zweikampfstarker Akteure tatsächlich leisten, mal so drauf los zu machen. Lediglich jemanden zu finden, der dann noch aufs Tor schießt, erwies sich in der aufgestellten Spielerkonstellation als etwas schwierig. Da musste schon das Glück ein wenig nachhelfen, doch daran fehlte es nicht: Aufs ganze Spiel gesehen fanden sich ganze vier Mal Auserwählte zum Schuss in Richtung Tor bereit. Zwei Bälle trafen Personen, doch zweien war der Weg ins Tor beschieden. Macht eine Chancenverwertung von 100% (frei nach Roland Wohlfahrt), da soll niemand meckern.
Zur zweiten Halbzeit trat die bis dahin zunehmend verwirrt erscheinende Duisburger Mannschaft sichtlich aufgeräumt ins Gehege. Was immer Coach Bommer zwischenzeitlich gemacht hatte, er hat es gut gemacht. Und weiter blieb die Nordhälfte unter Beschuss, doch diesmal war es SC-Keeper Pouplin, der einige Male sein Können zeigen musste. Besonders schön tat er dies einmal, als er außerhalb des Strafraums per Kopf klärte - was im Grunde ziemlicher Wahnsinn war, aber eben doch klappte.
Dauerhaft war Dutts Team jedoch nicht zu verunsichern und die Schlussphase der zweiten Halbzeit glich weitgehend jener der ersten - einschließlich dem Tor, mit dem Julian Schuster in der 87. Minute den 2:0 Endstand besiegelte. Damit erwies sich die Einwechslung Schusters für den abgekämpften Jäger, der nur fünf Minuten vor dem Tor unter artigem Geklatsche der gut 18.000 Zuschauer den Platz verließ, als goldrichtige Wahl.
Ein gewaltiger Schönheitsfehler widerfuhr dem Spiel allerdings wenige Minuten vor Schluss. Völlig grundlos vereitelte Pavel Krmas einen chancenreichen Konter der Zebras durch ein komplett unsportliches Handspiel. Oder vielleicht auch nicht ganz grundlos: Immerhin vergeht kaum eine Presserunde nach einem Heimspiel, ohne dass Trainer Dutt auf seinen Horror zu sprechen kommt, seine Jungs könnten in einen Konter laufen. So könnte sich die Angst des Trainers vor dem Konter in psychologischer Konsequenz auf sein Team übertragen haben. Ob diese Dauersorge bereits ins Pathologische geht, muss uns jedoch hier nicht bekümmern - zumindest nicht, solange das Ergebnis stimmt.
Patrick Widmann

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24.09.08, Badenova-Stadion, Freiburg:
„Ich konnte es nicht genau sehen, da ich zu weit weg war - der Schiedsrichter wohl auch… “
2. Runde im DFB-Pokal: SC Freiburg vs. 1899 Hoffenheim 3:1 (0:1)

Das war die Antwort eines sichtlich angefressenen Ralf Rangnick auf die Frage in der Pressekonferenz, wie er denn den ersten Elfmeter für die Freiburger gesehen hat. Der Mann des Abends hatte weder ein Trikot des SC Freiburg noch eines der TSG Hoffenheim getragen. Schiedsrichter Knut Kircher, in gelb-schwarz gekleidet hatte die volle Aufmerksamkeit mit fragwürdigen Entscheidungen für sich beansprucht.
Es gibt im Wesentlichen zwei Arten von Fehlentscheidungen: die eine, wenn der Schiedsrichter etwas nicht sieht, und die andere, wenn er etwas sieht, das es in Wirklichkeit gar nicht gegeben hat. Die Folgen solcher Irrtümer sind zwar ähnlich, aber während erstere noch nachvollziehbar ist, stellt letztere ein aussichtsloses Unterfangen dar, wenn es darum geht, den ursächlichen Zusammenhang zwischen der vermeintlichen Beobachtung und der nachfolgenden Entscheidung des Schiedsrichters zu ergründen. Denn das, was der Schiedsrichter beobachtet haben will, hat es ja in Wirklichkeit gar nicht gegeben! Nur er allein hat etwas (für) wahr genommen, das aber nicht das Ergebnis einer sinnlichen Wahrnehmung war und damit kein Abbild der Realität, sondern letztlich seinem Kopf entsprang. Nun weiss man aber ja auch, dass jeder Mensch seine eigene Wirklichkeit hat…

Spielbeobachter der etwas anderen Art.
Spielbeobachter der etwas anderen Art.

Ich erinnere mich noch an eine Szene aus der Saison 07/08, Leverkusen vs. Bayern. In der 13. Minute knallt Miro Klose das Leder an die Unterkante der Latte, der Ball titscht über einen halben Meter hinter der Torlinie auf. Was der gute Herr Kircher darauf entschieden hat braucht wohl an dieser Stelle nicht weiter beschrieben werden.
Der Hoffenheimer Coach vermied es aber die Niederlage auf die Leistung des Unparteiischen zu schieben und anerkannte die Leistung des SC Freiburg. Seine Mannschaft hat in der zweiten Spielhälfte zu wenig Engagement gezeigt und ist verdient ausgeschieden. So muss auch von meiner Seite mal eine Lanze für die Männer zwischen den Fronten gebrochen werden. Auch ein Knut Kircher zählt trotz des gestrigen Abends zu den besten seiner Zunft (Fehler macht jeder) in Deutschland und ich möchte diesen Job nicht machen. Alleine schon deswegen nicht, um mir nicht das schwachsinnige Geprolle und kommentieren von „richtigen“ Entscheidungen des Mobs der Nordtribüne anhören zu müssen.
So kam es, dass die 1899 Hoffenheim nach seinem Höhenflug in der Fußball-Bundesliga unsanft im DFB-Pokal gelandet ist. Der Neuling und Tabellenzweite schied in der zweiten Runde beim Zweitliga-Spitzenreiter SC Freiburg überraschend mit 1:3 (1:0) aus. Vor 15.400 Zuschauern brachte Sejad Salihovic die Gäste mit einem Foulelfmeter (37. Minute) in Führung. Daniel Schwaab nutzte einen ebenfalls umstrittenen Strafstoß zum Ausgleich (68.) für die couragiert auftretenden Breisgauer. Ralf Rangnick diskutiert die Entscheidung des ersten Ofiziellen mit dem vierten Mann an der Linie.Suat Türker stocherte in der 84. Minute den Ball zum 2:1 für den Sportclub über die Linie, ehe Mohamadou Idrissou das 3:1 (89./Foulelfmeter) gelang. Eine Viertelstunde lang durften sich die Gäste warmspielen, dann hatte Freiburg seinen Respekt abgelegt. Beim Aufeinandertreffen der „Systemfußballer“ boten beide Teams eine technisch und taktisch starke Vorstellung. Torchancen blieben im ersten Durchgang allerdings Mangelware. Auf Freiburger Seite feuerte lediglich Ali Günes einen Warnschuss aus 30 Metern ab. Einen Strafstoß - Kevin Schlitte soll dem nigerianischen Olympia-Silbermedaillengewinner Chinedu Obasi die Füße weggezogen haben - nutzte Standard-Spezialist Salihovic zur Führung für den Favoriten. Schiedsrichter Knut Kircher musste sich danach einiges anhören. „Du bist gekauft von SAP!“ skandierten die Besucher der Nordtribüne in Anlehnung an Hoffenheims Mäzen, den SAP-Mitbegründer Dietmar Hopp.
Als Kircher nach einem Zweikampf zwischen Matthias Jaissle und Ali Günes nach einigem Zögern auf den Elfmeterpunkt deutete, sah dies nach einer Konzessionsentscheidung aus. Wie gesagt, jeder macht mal Fehler und sieht sie dann vielleicht auch ein. Schwaab verwandelte sicher zum 1:1 und die Anhänger der Breisgauer waren wieder versöhnt und sangen: „Super Kircher“. Nun muss noch ein Wort über verschiedene, so genannte Fangesänge von der Nordtribüne verloren werden. Was bitte soll ein „Ihr macht unseren Sport kaputt“, in Richtung TSG Hoffenheim? Von Sprüchen wie „Scheiss Millionäre“ ganz zu schweigen. Jedem normal Denkenden ist klar, dass der Milliardär Hopp in Hoffenheim ein Projekt gestartet hat, das von seiner unternehmerischen, strategischen und sportlichen Qualität her die allermeisten Vereine weit in den Schatten stellt. Hopps Pech ist: In Deutschland verbindet man mit seinem Namen nicht sein erstklassiges Konzept, sondern sein Geld, und wo Geld ein Gesicht bekommt, bekommt der Neid ein Ziel. Dieses Konzept bringt den Fussball eher weiter, man muss nur mal in die Jugendligen schauen, wo die Hoffenheimer nahezu überall in der Tabellenspitze zu finden sind. Das zeugt von einer sehr guten Basisarbeit und macht den Sport nicht kaputt sondern hält ihn am Leben. Aber diese überlegung ist wahrscheinlich nur normal Denkenden möglich!
sw

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21.09.2008:
Viel zu spät zum Spiel aber kein Tor verpasst
SC Freiburg vs. SV Wehen Wiesbaden 5:0 (1:0)

Es ist ja schon peinlich aber nach einigen vorbildlichen Anwesenheiten im Stadion gab es dieses Mal eine starke Verspätung meinerseits. Aber zu Hause gab es viel zu sehen, wurde doch beim Nachbar die Seitenscheibe des Autos eingeschlagen und ein Lüftungsgitter von der Klimaanlage entfernt. Noch dazu eine Felge abgeschraubt. Dieses kriminelle Kleinereignis hielt mich länger in der Heimatstrasse als geplant. Da ist die Frage ob Herdern noch ein sicherer Stadtteil von Freiburg ist, oder nicht.
Als aber dann endlich das Spiel nach absoluter Rekordverspätung sich vor uns auftat gab ein kurzer Blick auf das Stadiondisplay Auskunft: In der 25. Minute gab es immer noch den Spielstand von 0:0. Zum Glück nichts verpasst. Auch im Zwischenbericht in der Halbzeitpause ergab sich das gleiche Bild. Zwei Torschüsse gab es in den ersten zwanzig Minuten, beide vom SC, beide von Idrissou.
Aber auch in persönlicher Anwesenheit wird schnell klar, dass heute der SC die stärkere Mannschaft ist und der SV Wehen Wiesbaden einen schweren Stand hat. Vor allem da heute auch die Innenverteidigung vom SC gut funktioniert, da Daniel Schwaab und ömer Toprak nach dem klassischen Zangenprinzip kein Durchkommen lassen. Das Spiel wird auch hauptsächlich vom SC gemacht. Das Tor für Freiburg liegt in der Luft. Und nach 31. Minuten geht Jonathan Jäger in den Sturm, lässt erst zwei Verteidiger liegen und zieht eiskalt vor dem Torwart zum 1:0 durch.
Gleich fünf Minuten später vertändelt der SC eine Chance vor dem Tor und das Spiel wird hektischer. Yacine macht einen tollen Fehlpass und die ersten Nicklichkeiten zwischen den Spielern fangen an. Dies wird aber vom Schiedsrichter mit er ersten gelben Karte für die 22 vom SV geahndet. im anschließenden Freistoß köpft Tommy Bechmann unerreichbar für den Torwart an die Latte. Obwohl nur eine Mannschaft spielt ist die Stimmung im Gästeblock ungebrochen gut. Ein Lob an die tollen Fans vom SV Wehen Wiesbaden, diese hielten die Stimmung bis zum Ende.

Nur eine Mannschaft stürmt.
Nur eine Mannschaft stürmt.

In der zweiten Halbzeit gab es einen Aufreger für den SC Fanblock: Eine Schwalbe vor dem gegnerischen Strafraum führte nicht zum gewünschten Strafstoss. Die Mannschaft drängt aber nun endlich einmal auf das zweite Tor im Spiel. Ein Tor Vorsprung war ja schon oft zu wenig. Dann kommt Idrissou im Strafraum an den Ball nach guter Vorarbeit der SC Mannschaft und köpft den Ball unhaltbar für Walke zum 2:0 ein. Der Torwart stand viel zu weit vor dem Tor und machte keine gute Figur.
Beflügelt von der jetzt sicheren Führung kommen jetzt auch seltenere Schusstechniken wie der Fallrückzieher zum Gebrauch. Das ist schon fast übermütig, aber natürlich schön anzusehen. Genau so wie ein Hakentrick von Yacine als Vorgabe für Idrissou. Der SC spielt sich jetzt richtig warm. In der 61. Minute gibt es aber noch einen Freistoß für den SV Wehen. Eine der seltenen Entlastungsangriffe von Wiesbaden. Dieser wird aber gleich mit einem Konter vier gegen vier vom SC beantwortet. Leider ohne Abschluss. Obwohl das Eckenverhältnis für den SV Wehen Wiesbaden insgesamt mit 6:3 besser ist, können die Gäste nichts Verwertbares anbringen, und wirken doch etwas passiv. Es scheint so als wollten sie den Anschlusstreffer und später den Ehrentreffer gar nicht machen wollen. Nur der Torwart lehnt sich gegen den Ansturm der Breisgauer an. In der 77. Minute gibt es dann den gefühlten einzigen Torschuss von Wiesbaden auf das Gastgebertor. Scheinbar frustriert foult Panandetiguiri dann einen SC Spieler nach Ballabgabe und bekommt prompt die gelbe Karte. Aber auch der SC ist mit zwei gelben Karten bedient worden.
Dann aber legt Jäger zum zweiten Mal mit einem schön quer gelegten Linksschuss zum 3:0 auf. Der Sieg ist jetzt schon in der 80. Minute sicher, aber der SC ist noch nicht satt und hat immer noch Hunger auf Tore. Dieser wird nach einer Vorlage von Schwaab von Idrissou auch zum ersten mit dem 4:0 gestillt. Zum Ende des Spiels gibt es sogar noch ein fünftes Tor. Ganz nach dem Motto einer geht noch und zwar mit einem Kopfball von Idrissou nach Flanke von Schwaab. Ein armer SV Wehen Wiesbaden ist bedient.
Pretender #1

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01.09.2008, Badenova-Stadion, Freiburg:
Ein Schiri sieht Rot
SC Freiburg vs. FC Hansa Rostock versuchen zu spielen 1:0 (1:0)

Im dritten Spiel der Saison 2008/09 spielt der SC Freiburg gegen Hansa Rostock. Andere Stimmen äußern ihre Meinung vorab schon von einem vermeintlichen "Spitzenspiel". Es spielt ja ein Wunschaufsteiger gegen einen Absteiger aus der 1.Liga. Aber lieber realistisch bleiben und die Erwartung entsprechend eines Zweitliga-Spieles ausrichten. So gibt es schon keine bösen überraschungen, oder etwa doch?
Wie auch immer, pünktlich mit dem Rad ins Stadion gekommen und zur besten Spielfilmzeit wird das Spiel auch angestoßen. Es geht nach kurzen Startschwierigkeiten gleich ins Spiel. Die erste harmlose Ecke gibt es für die Hanseaten in der dritten Minute. Dann folgen vom anfangs etwas aufgeregten SC erste flüssige Kombinationen über rechts. Das Spiel entwickelt sich zu einer munteren Mittelfeldpartie. Mit viel Einsatz, aber beiden Mannschaften fehlt die Präzision des letzten Passes.
Auch der Schiedsrichter setzt sich am Anfang zu Recht in Position und zitiert einen SC Spieler heran und erklärt ihm was er von einem unnötigen Foul im Mittelfeld beim Vorwärtsdrang der Hansa hält. Gar nichts nämlich. Ob damit dem Schiedsrichter der notwendige Respekt gezollt wird bleibt noch abzuwarten. Scheinbar nicht, meint der Schiri, denn es gibt gleich darauf eine erste Gelbe Karte für Daniel Schwaab.
An sich ist das Spiel gut, aber der Schreiberling bereut schon fast nicht auf die eigentlich zugewiesenen Plätze bestanden zu haben. Warum? Weil er dadurch direkt vor einem Oberkommentator zu sitzen kommt. Beeindruckend ist der schnelle Redeschwall und die schnelle Auffassungsgabe welcher Spieler am Ball ist. Nervig allerdings ist die negative Einschätzung des Spiels schon nach zwanzig Minuten. Wird doch auf dem Platz ansehnliches geboten. Von anderen wird der Kommentator schon als Miesepeter bezeichnet. In der Selbsteinschätzung findet dieser sich aber als objektiver und parteiloser Realist. Aber eben dieser scheint der Oberkommentator nicht zu sein. Wahrscheinlich ist der Hansa-Koggen-Kommentator eben doch nicht parteilos und ungehalten wegen einer Teilnahme an einem Zweitligaspiel.
Just als der SC Freiburg mehr Spielanteile hat, leider mit der üblich schlechten Chancenverwertung bzw. Generierung, kommt Hansa mit einem Gewaltschuss aus großer Distanz. Den Hammer von Schindler in der 36. Minute kann von Pouplin nur gefaustet werden, ist damit aber entschärft. Mittlerweile ist die Nacht vollkommen schwarz herein gebrochen und fast sieht es nach Regen aus. Es gibt aber am Abend nur eine kleines Nieselregenchen.
Dann wird der Vorwärtsdrang vom SC belohnt. Nachdem es gegen den FC Hansa eine Gelbe Karte kurz vor dem Strafraum gibt, sieht es nach einer guten Chance aus. Jäger legt eine schöne Flanke in den Strafraum und Idrissou macht mit dem Kopf Milimeterarbeit in die lange Ecke. Da kann Hahnel nur noch hinterherwinken. Sehr schön. Der Minz-Kaugummi in Schreiberlings Mund schien den Knoten platzen zu lassen. Aber trotz energischen Weiterkauens ergibt sich keine unmittelbare Folgechance. Auch wenn Rostock tief sitzt und der SC immer wieder anrennt. Aber es scheint so, als würde der Schiri immer wieder einen Freiburger Angriff abpfeifen. Aus welchen Gründen auch immer. Damit ist die erste Halbzeit zu Ende und es ist Zeit für eine lange Rote.

Freiburg kurz vor dem Tor.
Freiburg kurz vor dem Tor.

Die erste nennenswerte Aktion in der zweiten Halbzeit ist in der 52. Minute eine Gelbe Karte für Idrissou aus unbekannten Gründen. In der 58. Minute ist das Eckenverhältnis noch 5:3 für Freiburg, aber jetzt kommt eine Drangphase von Rostock. Die 15.000 Zuschauer sehen jetzt gutes Kurzpassspiel der Rostocker. Dieses wird nur einmal, dann aber durch einen beachtlichen Starkschuss von Hansa abgeschlossen. Aber auch dieser ist ungefährlich, da vorbei.
Das war aber leider die letzte nennenswerte spielerische Szene der zweiten Halbzeit, welches jetzt auch eine härtere Gangart eingeschlagen hatte. Vor allem scheint der FC Hansa jetzt mit zwölf Mann zu spielen. Es gibt es eine lächerliche Gelbe Karte gegen Pouplin wegen Verzögerung. Weil dieser auf den vierten Offiziellen gewartet hatte, der eine Einwechselung machen wollte. Also erst Gelb dann Einwechslung. Dann übersieht der Schiedsrichter einen umgemähten SC Verteidiger, womit ein Querpass gefährlich vors Tor kommt, aber nicht von Hansa verwertet wird. Insgesamt zückt der Schiedsrichter viermal Gelb gegen den SC, zweimal gegen Hansa. Eine klare Notbremse vom FC Hansa wird dagegen als Vorteil Hansa gegeben. Gellende Pfeifkonzerte und Sprüche aus dem Publikum sind die Folge.
Dann wird das Spiel abgepfiffen und es bleibt beim 1:0 für Freiburg. Verdient gewonnen gegen die Hansa. Auch wenn die 2.Halbzeit mehr hätte bieten können. Zum Abschied des Schiri gab es dann so viele erhobene Finger wie nie zuvor gesehen. Also bitte, etwas mehr Niveau von Freiburg können wir schon erwarten. Z.B. "Schiri wir wissen wo Dein Auto steht". Aber keine Beleidigungen, bitte.
Pretender #1

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17.08.2008, Badenova-Stadion Freiburg:
Zwei Löwen-Tore reichen den Füchsen zum Sieg
SC Freiburg vs. 1860 München 2:1 (1:1)

Singende SC Profis vor dem Spiel, wer hätte das gedacht? Die überraschung, die Robin Dutt schon Tage vor dem Spiel angekündigt hat, war für Liebhaber guter Musik doch eher eine Enttäuschung. Ohne den Spielern zu nahe zu treten, sind ihre musikalischen Fähigkeiten doch eher beschränkt. Sei's drum, den Anhängern der Nordtribüne und auch den meisten der Anwesenden Zuschauern schien die Darbietung auf der Videoleinwand zu gefallen. Fußballprofis sa(n)gen mit einem Ständchen "Danke" für die Unterstützung. Der Liebhaber guten Fußballs möchte lieber begeisterden Fußball sehen, als einen Kapitän Butscher (Metzger?) am Schlagzeug. O-Ton eines Beobachters auf der Haupttribüne mit rot-weißem Schal: "Die solle lieber gscheit kicke, als schief singe!"

Ausnahmnsweise auch sichtbar: Der Nordtribüne fehlt der richtige Durchblick.
Ausnahmnsweise auch sichtbar: Der Nordtribüne fehlt der richtige Durchblick.

Das Spiel der beiden, selbsternannten Aufstiegsaspiranten versprach im Vorfeld ein Schlager zu werden. Die Löwen mit den Ex-Internationalen Daniel Bierofka und Benny Lauth, dazu mit Nachwuchshoffnungen wie den "Bender"-Brüdern und Timo Gebhart, wollten im Badenova-Stadion schon das erste Mal ihre Ambitionen für die neue Saison darbieten.
Die Mannschaft der "Rotpelze" hingegen hat ja Robin Dutt in die Karten gespielt und von sich aus das Ziel des Aufstieges klar definiert. So kann der Breisgaucoach nun auch noch fordernder gegenüber seinen Spielern sein, denn sie wollen ja aufsteigen. Ob er es auch möchte ist mir nicht ganz klar.
Fußball wurde auch noch gespielt. Zu Anfang wusste man nicht, ob die Löwen durch die gesangliche Darbietung der Gastgeber zuerst einmal so aufgeschreckt waren, dass sie nach einer Spielminute schon fast den ersten Treffer erzielten. Das war dann aber auch schon alles mit dem Offensivdrang der Münchner gen Norden.



Zu richtig zwingenden Chancen kam es auf der Südseite des Stadions auch nicht. Die Freiburger machten mehr für die Unterhaltung der 17.000 Zuschauer und wurden in der 28. Minute für ihr Bemühen belohnt, in der 'Fußballgott' Ali Günes mit einem schönen Flachschuss Gästegoalie Tschauner bezwang. Drei Minuten später taucht 60er Heimkehrer Benny Lauth vor dem Freiburger Tor auf und markiert mit einem technisch einwandfreien Rechtschuss das 1:1. Danach passierte eine halbe Stunde kaum etwas, denn beide Mannschaften konzentrierten sich auf die eigene Spielhälfte. Dem SC reichten in der zweiten Halbzeit drei spielerisch gute Minuten. Nachdem Suat Türker innert zwei Minuten mit zwei Kopfbällen das Leder nicht unterbringen konnte, hatte Löwen-Innenverteidiger Ghivinianidze genug von den gegnerischen Bemühungen und machte das Ding selbst rein. Welch nette Geste aus der bajuwarischen Hauptstadt, ist es doch schon das fünfte Eigentor der 60iger im Jahr 2008. Ihr dürft wiederkommen! Die Kollegen der schreibenden Münchner Presse sahen ihre Mannschaft dort weitermachen, wo sie letzte Saison aufgehört haben: "Jetzt geht dieselbe Sch… so weiter."
Die Berufspessimisten werden nun sagen, dass es ja nur zu einem Sieg gereicht hat, weil die Münchner ein Selbsttor erzielten. Ich hingegen sage Euch, dass es kein Eigentor war, denn ohne die Tatkräftige Hilfe von Pavel Krmas wäre der Ball sicher nicht im Gästetor gelandet. So gesehen war Ghivinianidze nur der verlängerte Arm von Krmas. Und unser SC hat die beiden Tore doch selber gemacht!
sw

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05.08.2008:
SC Freiburg auf Formsuche
SC Freiburg vs. Kuba 0:0

Aus dem auf der "Heimspiel"-Titelseite angekündigten "Auf in den Tanz", zur Saisoneröffnung wurde statt einer Salsa oder Merengue doch eher ein Ententanz. Gegen die Nationalmannschaft Kubas blieben die Mannen von Trainer Robin Dutt doch deutlich unter ihren Möglichkeiten. Doch zuerst einmal der Reihe nach.
An diesem doch nahezu idealen Sommernachmittag konnte der Fußballnachwuchs in einer riesigen Ferienaktion auf dem Trainingsplatz der Profis in verschiedenen Disziplinen sein Können unter Beweis stellen und danach Autogramme von den Profis ergattern. Bevor dann ab 18 Uhr die Mannschaften der SC Bundesligafrauen, A-Jugend, Amateure und Profis vorgestellt wurden. Die Vorstellung der Mannschaften übernahm Arne Bicker von Radio Regenbogen. Wieso übernimmt so eine Aufgabe eigentlich nicht der Stadionsprecher? Die Interviews auf dem Rasen waren eh für die Katze, da man die SpielerInnen sowieso nicht verstanden hat, nur Arne Bicker hat laut genug ins Mikrofon gefragt. Vielleicht wollte er aber auch, dass die Interviewrunde schnellstmöglich beendet wird, denn er hat dem Publikum doch seine immense Vorfreude auf das Spiel kundgetan.



Falls sich die 8000 Zuschauer auf ein torreiches, schnelles, attraktives Spiel gefreut haben, dann wurden sie doch arg enttäuscht. Es zeigte sich wieder einmal, dass 90 Minuten enorm lange sein können, um nicht das Wort der "Folter" gebrauchen zu müssen. Evtl. wurde der Weltranglisten 78igste aus Kuba von der vermeintlich ersten Elf des SC unterschätzt. Auf alle Fälle war zu wenig Laufbereitschaft und eine enorm hohe Quote an Fehlpässen und technischen Unzulänglichkeiten zu sehen. Die Höhepunkte der ersten Hälfte sind schnell zusammengefasst: 16 Minute Kopfball Butscher, 26. Kopfball Krmas; 38. Türker vergibt frei vor Quinteros; 42. Jäger trifft den Pfosten. Den größten Unterhaltungseffekt der ersten Halbzeit hatte ich in der Pause. Als beim Verrichten der Notdurft an dem dafür vorgesehenen Ort, mich einer der inkognito anwesenden Bundestrainer an seinem Seelenleben teilhaben lies. O-Ton: "So eine Scheiße was die da spielen, oder?" Als ich ihm beschwichtigend antworten wollte, dass sie vielleicht ein wenig müde seien (was ja in der Vorbereitung durchaus Sinn macht), legte er sofort nach. "Die Kubaner haben vor ein paar Wochen 7:0 gegen St. Pauli verloren und die Freiburger Arschlöcher wollen so aufsteigen". Ende des Gespräches, denn er lief davon und ich war ehrlich gesagt auch froh darum...
In der zweiten Hälfte hat Robin Dutt das komplette Team gewechselt und bei den Zuschauern machte sich Hoffnung eines frischen Windes breit. Was zu Anfang auch so war aber ebenso schnell wieder verflog. Positiv aufgefallen ist David Targamadze der gut gefiel und für Unruhe bei den solide spielenden Kubanern sorgte. Gegen Ende des Spieles hatten beide Teams noch eine Großchance, ansonsten ist nicht viel zu sehen gewesen. Zusätzlicher Wehrmutstropfen für den SC ist, dass sich Ivica Banovic in der 75. Minute am Oberschenkel verletzt hat und wohl für den Saisonstart ausfällt.

Nach einer halben Stunde verletzte sich Banovic an den Adduktoren.
Nach einer halben Stunde verletzte sich Banovic an den Adduktoren.

Man kann hoffen, dass sich die Akteure an diesem Abend für das Pokalspiel gegen Unterhaching geschont haben, denn da muss auf alle Fälle eine Steigerung her. Ansonsten ist in Runde Eins gegen gut gestartete Hachinger Schluss und die Pessimisten im Stadion hätten Hochkonjunktur. Nach dem Spiel konnte Oskar Wüppenrath, seines Zeichens langjähriger Spielbeobachter und Kenner der SC-Szene, seine Einschätzung zur Lage der Dinge nicht mehr zurückhalten: "Pfeifen kaufen Pfeifen ein! Bis jetzt hat Dutt von dem Spielergerüst Finkes gelebt, nun muss er zeigen was er kann. Ich sage nur Stuttgarter Kickers!"
Bleibt zu hoffen, dass die Pessimisten eines besseren belehrt werden und die Stadiongänger in der kommenden Saison das Gegenteil von dem sehen werden was gestern Abend geboten wurde. Halten wir es wie die Künstler: "auf eine verpatzte Generalprobe, folgt eine gelungene Premiere!"
sw

Für den SC Freiburg spielten in der ersten Halbzeit:
Pouplin - Krmas, Butscher, Abdessadki, Günes, Türker, Jäger, Bechmann, Schlitte, Uzoma, Schwaab
in der zweiten Halbzeit:
Langer - Idrissou, Barth, Flum, Glockner, Banovic, Schuster, Mehring, Konrad, Toprak, Targamadze

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